Anika Grenner befand sich in einer beruflichen Sackgasse. In ihrem alten Job wollte sie nicht bleiben, auch in der Branche gefiel es ihr nicht mehr. Nach einer Auszeit ergriff sie die Chance, sich weiter zu qualifizieren. Eine geförderte Weiterbildung brachte die glückliche Wendung. Im Interview hat die 42-jährige uns ihre Geschichte erzählt.

Frau Grenner, Sie sind frischgebackene Personalfachkraft – Herzlichen Glückwunsch auch noch einmal an dieser Stelle!
Wie geht es Ihnen?

Mir geht es richtig gut! Ich habe vor einigen Wochen bei einem Hersteller für Barfußschuhe angefangen und bin dort als Personalsachbearbeiterin tätig. Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht mir sehr viel Freude.

Das ist schön zu hören. Mögen Sie erzählen, wie Sie in diesem tollen Job gelandet sind?

Ja, gern. Also, ich habe bis vor einigen Wochen eine Weiterbildung zur Personalfachkraft gemacht. Schwerpunkte waren hierbei Personalmanagement, Arbeitsrecht sowie Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Und davor?

Also, direkt vor der Weiterbildung war ich bereits neun Monate lang auf Jobsuche und hatte das Gefühl, an einem beruflichen Wendepunkt angekommen zu sein.

Ein beruflicher Wendepunkt? Wie meinen Sie das?

Nun ja, in meinem bisherigen Beruf wollte ich nicht weiterarbeiten. Ich war zu spezialisiert, so dass es schwierig wurde, überhaupt passende Stellenangebote zu finden. Ich hatte das Gefühl, regelrecht in einer Sackgasse zu stecken.

Das klingt nach einer sehr belastenden Situation.

Ja, das klingt nicht nur so … Ich hatte zuletzt sechs Jahre lang als Abteilungsleiterin im Gesundheitswesen gearbeitet, mit viel fachlicher und personeller Verantwortung. Eigentlich hat mir der Job Spaß gemacht, aber auf Dauer wurde es in der Position sehr kräftezehrend für mich. Hinzu kam, dass ich seit meiner Ausbildung, also seit 20 Jahren, immer im Gesundheitswesen tätig gewesen war und damit auch sehr festgelegt auf diese Branche. Das wollte ich nicht mehr. Ich wollte flexibler aufgestellt sein und mehr Möglichkeiten haben.

Und dann sind Sie nochmal aktiv geworden …

Ja, ich dachte mir, eine Weiterbildung in einem Bereich, der mir liegt, Spaß macht und mir hilft, flexibler auf dem Arbeitsmarkt zu sein, das könnte eine Möglichkeit sein. Und diese Idee habe ich dann mit Hilfe der Agentur für Arbeit weiterverfolgt.

Verstehe. Nun gibt es ja verschiedene Weiterbildungsanbieter auf dem Markt, warum fiel Ihre Wahl auf WBS TRAINING? Wollten Sie da von Anfang an hin? Was gab da den Ausschlag?

Also, erstmal habe ich mich darüber informiert, welche Weiterbildungsanbieter es bei mir in der Nähe überhaupt gibt und welche Kurse dort angeboten werden. Mein erstes Gespräch war bei einem anderen Anbieter, dort haben mich aber das Lernkonzept und die Atmosphäre überhaupt nicht angesprochen.

Und dann?

Dann war ich bei der WBS in Siegburg. Und dort habe ich mich sofort wohlgefühlt: vom ersten Telefonat über das erste persönliche Beratungsgespräch vor Ort, bis hin zum Schnuppertag zum Kennenlernen der Lernmethode hat für mich alles gepasst. Das hat mich begeistert und mir Mut gemacht.

Anika Grenner mit ihrem Hund. Dank der Weiterbildung kann sie wieder zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Anika Grenner: „Ich suchte nach einer Weiterbildung in einem Bereich, der mir liegt, Spaß macht und mir hilft, flexibler auf dem Arbeitsmarkt zu sein.“ (Foto: privat)

Ein großer Vorteil war sicherlich auch, dass Sie den Kurs in Teilzeit absolvieren konnten, oder?

Oh, ja! Denn damals, als ich mich für die Weiterbildung entschieden habe, hatte ich noch massive Rückenprobleme. Eine ausschließlich sitzende Tätigkeit, acht Stunden täglich, das war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht möglich.

Und dann ging es los mit der Weiterbildung. Wie war das für Sie? Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Eindrücke?

Ja, ich weiß noch gut, dass ich die Weiterbildung mit sehr gemischten Gefühlen begonnen habe. Da war einerseits Freude, nach neun langen Monaten wieder unter Menschen zu sein und einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. Und direkt am ersten Tag habe ich auch schon liebe Menschen kennengelernt, die in einer ähnlichen Situation waren wie ich. Dennoch war da aber auch die Angst vor dem Neuen, Unbekannten. Ich fragte mich, ob ich das wohl alles schaffen würde. Schule, lernen und Prüfungen lagen schließlich schon viele Jahre zurück.

Wie war es denn für Sie, mit dem Headset auf den Ohren, nur virtuell mit den Trainern und den anderen Teilnehmenden verbunden zu sein? Gab es da auch Schwierigkeiten?

Ja, natürlich. Ich saß zwar nur fünf Stunden täglich vor dem PC, aber auch das war die ersten Tage anstrengend und ungewohnt. Kommunikation ausschließlich über ein Computer-Klassenzimmer, das war zu Beginn schon sehr anstrengend. Anfangs dachte ich, dass ich mich niemals an das Headset und das ganze Virtuelle gewöhnen werde. Aber sehr schnell, schon nach etwa einer Woche, gefiel es mir, mit meinem Avatar im virtuellen Klassenzimmer unterwegs zu sein, andere Teilnehmende zu treffen, zu chatten, gemeinsam in Gruppenräumen zu lernen. Es war nicht nur zur Normalität geworden, es machte mir richtig Spaß! Und da wusste ich, dass ich angekommen war in der virtuellen Lernwelt.

WBS bietet ja auch das Lernen von zu Hause an. Aber Sie haben sich bewusst für die Teilnahme vom Standort aus entschieden, nicht wahr?

Ja, ich hätte auch die Möglichkeit gehabt, den Kurs von zu Hause zu machen, aber ich wollte raus, unter Leute, mich mit anderen austauschen und neue Eindrücke gewinnen. Letztlich war diese Entscheidung goldrichtig.

Gab es denn auch Momente, in denen Sie am liebsten alles hingeworfen hätten? Oder Augenblicke, in denen Sie dachten, dass Sie den Kurs nicht bis zum Ende absolvieren können oder wollen?

Na klar, es gab auch mal den einen oder anderen Tag, an dem ich gefrustet oder genervt war, das ist doch normal. Aber es war nie so schlimm, dass ich hingeschmissen hätte. Zu Beginn dachte ich auch noch, dass ich an meiner letzten SAP-Prüfung nicht teilnehmen werde, weil ich sie unsinnig fand und befürchtete, sie eh nicht zu schaffen. Am Ende habe sie natürlich doch absolviert – und mit 97 Prozent bestanden.

Wie war die Atmosphäre während Ihrer Weiterbildung? Hatten Sie guten Kontakt zu anderen Kursteilnehmerinnen und –teilnehmern?

Eigentlich war die Atmosphäre in unserem Kurs gut. Es gab viele lustige Momente und auch gute Gespräche. Leider, wie auch in anderen Lebenssituationen, gab es auch ein paar Reibereien. Zum Glück haben wir aber viel in Gruppen gearbeitet, so dass sich dort die Personen zusammengefunden haben, die zueinander passten und sich gut verstanden haben. Und ganz sicher haben wir auch viel Glück mit unseren Dozenten gehabt, die alle sowohl fachlich, als auch menschlich super waren.

Ich persönlich hatte außerdem das Glück, dass direkt hinter mir eine Teilnehmerin aus meinem Kurs saß. Auf diese Weise konnten wir nicht nur mittels unserer Avatare und im virtuellen Raum kommunizieren und interagieren, sondern auch real. Das war wirklich toll und sehr hilfreich.

Insgesamt habe ich bei WBS Siegburg viele liebe Menschen kennengelernt und pflege auch jetzt noch, nach der Weiterbildung, Kontakt.

Sie sagten eben, dass Ihre Trainerinnen und Trainer fachlich sehr gut waren. Fühlten Sie sich auch gut auf die Prüfungen vorbereitet?

Absolut. Ich finde, wir hatten alle großes Glück! Fachlich und menschlich waren die Trainerinnen und Trainer alle toll. Sie haben uns ihr Wissen sehr gut vermittelt und es geschafft, auch den trockensten Stoff interessant und mit Spaß zu unterrichten.

Nach jedem Kursmodul gab es eine sogenannte Bausteinprüfung. In meinem Fall waren es sieben verschiedene Themenblöcke und damit sieben solcher Prüfungen. Darauf sind wir von den Dozenten sehr gut vorbereitet worden. Am Ende hatte ich noch eine externe SAP-Prüfung. Diese fand auch an einem WBS Standort statt, aber dafür habe ich dann kein Zertifikat von WBS bekommen, sondern von SAP direkt.

Wenn Sie nun an die Weiterbildung zurückdenken: Was war das absolute Highlight?

Also, erstmal war die Weiterbildung insgesamt eine richtig tolle Erfahrung und ich bin sehr froh über diese Chance!

Mein persönliches Highlight ist sicherlich, dass ich mein Selbstwertgefühl wieder zurückerlangt habe. Nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit habe ich an mir gezweifelt, hatte zudem Angst, das Lernen und die Prüfungen nicht zu schaffen. Diese Angst war aber völlig unbegründet, denn schnell hatte ich wieder Erfolgserlebnisse und dank der Wertschätzung und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei WBS und dank der Dozenten, verlor ich meine Selbstzweifel schnell.

Und es hat Spaß gemacht, mal wieder Schülerin zu sein, mit allem Ernst und Schabernack, der dazugehört.

Bewerbungsbild Anika Grenner
„Ich habe etwa zwei Monate, bevor die Weiterbildung enden sollte, damit begonnen, mich zu bewerben.“ (Foto: privat)

Verraten Sie uns doch zum Schluss bitte noch eines: Wie ist es Ihnen gelungen, so schnell in einen neuen Job zu kommen?

Ach, das war gar nicht so schwer: Ich habe etwa zwei Monate, bevor die Weiterbildung enden sollte, damit begonnen, mich zu bewerben. Und ich gebe zu: Ich war schon etwas skeptisch, ob ich mit einer Weiterbildung, ohne Berufspraxis, überhaupt eine Chance haben würde, neben den vielen Berufserfahrenen auf dem Arbeitsmarkt. Ergebnis: Ich schrieb fünf Bewerbungen und wurde zu fünf Vorstellungsgesprächen eingeladen. Und nun bin ich schon seit einem Monat bei meinem neuen Arbeitgeber unter Vertrag.

Das ist eine tolle Geschichte, liebe Frau Grenner. Danke, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Ihre Erlebnisse machen sicherlich vielen Menschen Mut, die sich in einer ähnlichen Ausgangssituation befinden. Alles Liebe und Gute weiterhin für Sie!

Alle Fotos wurden uns von Anika Grenner zur Verfügung gestellt. 

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