Das Gefühl, gerade im Beruf festzustecken und nicht weiterzukommen, kann sehr frustrierend sein. Studien haben ergeben, dass 2016 nur 9 Prozent aller Deutschen Erwerbstätigen mit ihrem aktuellen Job vollkommen zufrieden waren. Das hat verschiedene Gründe: Zum Einen liegen das Stresslevel und die Anforderungen an die persönliche Leistung in der deutschen Arbeitskultur besonders hoch. Zum Anderen wünschen sich viele Arbeitnehmer einfach mehr: Mehr Gehalt, mehr persönliche Aufstiegsmöglichkeiten, mehr Flexibilität im Arbeitsalltag. Eine  Aufstiegsfortbildunge mit IHK-Abschluss kann dabei helfen, einige dieser Wünsche zu erfüllen. Was genau dahinter steckt und für wen sich Aufstiegsfortbildungen lohnen, haben wir auf einen Blick in einer Infografik zusammengetragen.

Aufsteigen mit Aufstiegsfortbildungen (IHK)

Eine Aufstiegsfortbildung ist eine höhere Berufsbildung. Dahinter verbergen sich zahlreiche Qualifizierungen wie Fachwirt oder Betriebswirt, die mit einem Meistertitel oder akademischen Abschlüssen wie Bachelor oder Master zu vergleichen sind. Für Diejenigen, die bereits viel Berufspraxis haben, sich nach mehr Verantwortung sehnen, ihre Expertise ausbauen wollen oder ins Management wechseln möchten, bieten Aufstiegsfortbildungen mit IHK-Abschluss ideale Entwicklungsmöglichkeiten.

Große Auswahl bei Aufstiegsfortbildungen

Die Berufsfelder, für die sich Aufstiegsfortbildungen eignen, sind dabei genauso vielseitig wie ihre Zielgruppe. Sie reichen von Vertrieb, Logistik, IT bis hin zu Marketing und Medien, Personal, Gesundheit und Finanzen. Eine Aufstiegsfortbildung bedeutet aber nicht, komplett umsatteln zu müssen. Ganz im Gegenteil: Durch eine zusätzliche Qualifikation mit IHK-Zertifikat kann das eigene Spezialgebiet ausgebaut werden. Eine Perspektive, die vor allem bei Bilanzbuchhaltern und Personalfachkraftleuten beliebt ist. Denn Karriere bedeutet schließlich für jeden Menschen etwas Anderes. Aufstiegsfortbildungen bieten genau für diese unterschiedlichen Bedürfnisse viel Spielraum.

Gute Gründe aus Erfahrung – Das sagen Absolventen

Eine Aufstiegsfortbildung lohnt sich. Das zeigen die Ergebnisse einer IHK-Umfrage: 74 Prozent der befragten Absolventen stiegen nach Abschluss der Aufstiegsfortbildung auf oder übernahmen mehr Verantwortung. Für 69 Prozent der Absolventen gab es mehr Gehalt. Übergreifend nehmen 62 Prozent der Befragten eine positive Veränderung ihrer Karriere wahr.

Vorteile einer Aufstiegsfortbildung

Auf den ersten Blick zeigt sich, dass eine Aufstiegsfortbildung viele Vorteile mit sich bringt: Sie kann entweder berufsbegleitend oder in Vollzeit absolviert werden. Das praktische und zeitgemäße Format des Online-Lernens verleiht bei der persönlichen Zeiteinteilung mehr Flexibilität und räumliche Unabhängigkeit. Für alle, die ihr Studium nicht fortsetzen konnten oder schon immer ein Studium absolvieren wollten, kann eine Aufstiegsfortbildung das Sprungbrett zum Studentenstatus sein. Zudem lässt sich mit einer Aufstiegsfortbildung ein zweites Standbein aufbauen. Durch die eigene Berufserfahrung und höhere Qualifizierung dank IHK-Prüfung kennen Absolventen beide Seiten sehr gut – die aus Sicht der Führungskraft und die der Mitarbeiter. Eine Vermittlungsposition, mit der sich im Berufsalltag vielen Herausforderungen besser begegnen lässt. Zwei weitere Vorteile einer Aufstiegsfortbildung schlagen sich zum Einen auf dem eigenen Konto und zum Anderen in den individuellen Entwicklungsmöglichkeiten nieder. Wer längerfristig mit mehr Gehalt rechnen und beruflich mehr Verantwortung übernehmen möchte, sollte eine Aufstiegsfortbildung in Betracht ziehen.

Persönliche und offizielle Voraussetzungen

Natürlich steckt hinter einer Aufstiegsfortbildung vor allem eines: viel Arbeit und Eigenmotivation. Gerade berufsbegleitend erfordert sie einem einiges an Durchhaltevermögen, Disziplin und Zeitmanagement ab. Rahmenbedingungen, die auch zu Stärken werden können. Neben diesen persönlichen Voraussetzungen sollten Interessenten entweder praktische Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Eine tolle Chance für Berufspraktiker: Mehrjährige Berufserfahrung ohne Abschluss kann –  je nach individuellem Fall –  bereits ausreichen, um eine Aufstiegsfortbildung zu beginnen.

Den Aufstieg finanzieren lassen!

Es gibt gute Neuigkeiten: Aufstiegsfortbildungen sind förderbar! Dafür wurden viele verschiedene Programme geschaffen: Das Aufstiegs-BAföG unterstützt durch eine Finanzierungshilfe des Bundes und der Länder – diese Finanzierung kommt vor allem für Berufstätige in Frage. Arbeitssuchende können einen Bildungsgutschein bei der regionalen Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter beantragen (wie genau das funktioniert, lesen Sie hier). Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) verhilft ehemaligen Soldatinnen und Soldaten bei dem Einstieg in das Berufsleben nach dem absolvierten Dienst. Auch die Deutsche Rentenversicherung bietet Hilfe in Form einer Förderung für eine nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben an. Die Bildungsprämie wird von der Bundesregierung vergeben, die sich bei erfolgreicher Förderung an der Hälfte der entstehenden Kosten Ihrer Aufstiegsfortbildung beteiligt. Das Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung für berufliche Bildung (SBB) unterstützt vor allem junge Menschen nach ihrer Ausbildung, um einen schnellen und reibungslosen Berufseinstieg zu ermöglichen. Außerdem lässt sich über die zahlreichen Projekte der Förderung der Bundesländer eine Aufstiegsfortbildung ebenfalls finanzieren.

Gut investierte Zeit

Gut Ding will Weile haben. Ein bisschen Geduld muss man mitbringen, denn eine Aufstiegsfortbildung lässt sich nicht mal so nebenbei absolvieren. Dafür zahlt sie sich aber umso mehr aus. Wer seine Aufstiegsfortbildung berufsbegleitend machen möchte, sollte je nach Themengebiet eineinhalb bis drei Jahre einplanen. Dank des Online-Formats vieler Aufstiegsfortbildungen sind die berufsbegleitenden Kurse besonders teilnehmerorientiert strukturiert. Die offiziellen Kurszeiten sind häufig abends und so gelegt, dass die Absolventen noch Zeit für ihr Berufs- und Privatleben finden. In Vollzeit kann natürlich viel Zeit gespart werden: Ein paar Monate reichen hier meist schon aus.

Neue Perspektiven dank Aufstiegsfortbildung

Bessern Sie Ihren persönlichen Glücks-Score auf und lenken Sie Ihre Karriere selbst in die richtigen Bahnen. Aufstiegsfortbildungen erweitern Ihren beruflichen Handlungspielraum, entweder ganz konkret, wenn Sie eine höhere Stelle anstreben oder wenn Sie sich auf einem Gebiet spezialisieren möchten. Das bestätigen auch die Erfahrungswerte ehemaliger Absolventen:

Moment, wie war das nochmal? Alle wichtigen Informationen zu den Vorteilen und Konditionen von Aufstiegsfortbildungen (IHK) veranschaulicht unsere Infografik hier im Überblick:

Warum sich eine Aufstiegsfortbildung bzw. Höhere Berufsbildung mit IHK-Abschluss lohnt, siehst du im Video des DIHK.

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