Nachdem Christian Pieper (42) sein BWL-Studium abgebrochen hat, arbeitet er lange im mittleren Management eines Callcenters. Doch er will mehr von seinem beruflichen Leben. In einem Interview erzählt er uns von seiner Erfolgsgeschichte, die mit der berufsbegleitenden Online-Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt bei WBS AKADEMIE begann. Heute arbeitet der gelernte Industriekaufmann als Key Account Manger in einem internationalen Unternehmen in Berlin und freut sich jeden Tag auf die neuen Herausforderungen, die auf ihn warten.

Herr Pieper, warum haben Sie sich für die Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt entschieden?

Ich habe bis Mitte letzten Jahres in Kiel gelebt und habe viele Jahre in einem Callcenter gearbeitet. Nach einiger Zeit habe ich Positionen im mittleren Management wie Teamleiter und später IT-Projektmanager erreicht. Allerdings sah ich für mich keine Aufstiegschancen mehr und in Kiel war der Arbeitsmarkt auch sehr begrenzt.

Zu Beginn meiner Zeit in Kiel habe ich ein BWL Studium angefangen, was ich allerdings abgebrochen habe. Mit der berufsbegleitenden Aufstiegsfortbildung hatte ich eine Möglichkeit gefunden, mich auf dem Niveau eines Studiums weiterzubilden und meine bisherigen Qualifikationen für das mittlere Management offiziell nachzuweisen

Wo haben Sie während der Fortbildung gearbeitet?

Ich habe im Callcenter im Schichtdienst gearbeitet, daher war es relativ schwierig, die Fortbildung mit der Arbeit zu vereinen. Glücklicherweise hatte mein Arbeitgeber viel Verständnis für die Fortbildung. So konnte ich meine Arbeitszeiten um die Fortbildung herum legen und auch mal den Trainingsraum nutzen, um von dort am Kurs teilzunehmen und mich in das Online-Lernportal (LernNetz Live) einzuloggen.

Ich habe die Weiterbildung innerhalb der Regelzeit von eineinhalb Jahren durchgezogen, was zeitintensiv war und eine genaue Planung erforderte. Auch privat hat man viel weniger Zeit, was ich aber erst gemerkt habe, als der Kurs vorbei war. Wie viel Zeit man dann plötzlich hat!

Wie haben Sie sich auf die Prüfungen vorbereitet?

Insgesamt hat man vier Prüfungen und eine mündliche Prüfung mit Fachgespräch vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Ich habe mich für alle Prüfungen mit Vorjahres-Klausurbögen der IHK vorbereitet. Diese Klausuren kann man käuflich erwerben, daher haben wir sie im Kurs untereinander ausgetauscht. Viele Trainer haben die Inhalte der IHK-Prüfung sehr gut vermittelt und dieses Wissen war für mich sehr hilfreich. Es hat sich gelohnt: Mein schönster Moment war zu erfahren, dass ich die Abschlussprüfung bestanden habe.

Wie gestaltet sich das Miteinander mit Dozent und Kommilitonen in der Online-Fortbildung?

Wir hatten im Kurs eine eigene WhatsApp-Gruppe, um uns untereinander regelmäßig und schnell auszutauschen. Das hat super geklappt. Wir hatten bei den Trainern Glück und Pech in einem. Manche Trainer waren sehr erfahren und wussten genau, was der IHK-Prüfungsausschuss erwartet, daher konnten sie uns viele wertvolle Hinweise in der Prüfungsvorbereitung geben. Es gab allerdings eine Trainerin, deren Lehrinhalte nicht immer mit dem Lehrplan übereinstimmten. Wir haben uns dann an die Kurs-Organisation gewandt, um die Situation zu klären. Die WBS hat zum Glück sehr schnell reagiert und einen neuen Trainer gefunden, der kurzfristig eingesprungen ist.

Haben Sie Ihre Kommilitonen auch außerhalb der Online-Seminare getroffen?

Wir haben uns in drei Präsenz-Seminaren getroffen. In unserer Gruppe hat das einen tollen Zusammenhalt geschaffen. Privat haben wir uns nicht getroffen, kleinere Gruppen haben sich über Skype verabredet. Ich habe den Kurs größtenteils alleine bewältigt. Seitdem die Prüfungen durch sind, ist der Kontakt auch nur noch sporadisch.

Wo haben Sie sich besonders herausgefordert gefühlt?

Die größte Herausforderung war für mich, meinen eigenen Zeitplan einzuhalten. Besonders die zweite Hälfte des Kurses war eine anstrengende Zeit. Ich hatte nicht nur die neuen Inhalte der Abschlussprüfung vor mir, sondern musste auch den Stoff einer Prüfung wiederholen, die ich im Herbst 2015 leider nicht beim ersten Mal bestanden hatte. Das ist anders als bei einem Studium. Vollzeit zu arbeiten und sich auf Prüfungen vorzubereiten, bedeutet eine besondere Situation im Alltag. Zeitlich ist der Kurs mit 18 Monaten Dauer knapp bemessen. Wenn man sich aber seine Zeit gut einteilt, ist es auch zu schaffen.

Was hätten Sie gerne vor der Fortbildung gewusst?

Wirtschaftsfachwirt Christian Pieper
Wirtschaftsfachwirt Christian Pieper

Ich habe während der Fortbildung Aufstiegs-BAföG erhalten, weil ich früh genug Bescheid wusste. Einige Kommilitonen von mir haben erst sehr spät von dieser Finanzierungsmöglichkeit erfahren, sodass sie erst lange nach dem Kursstart die Förderung bekommen haben. So rate ich jedem, sich rechtzeitig um eine geeignete Finanzierung und deren Beantragung zu kümmern, vom Antrag bis zur Überweisung kann durchaus ein halbes Jahr vergehen. Soweit ich weiß, gibt es auch weitere Fördermöglichkeiten, denn für das Aufstiegs-BAföG muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Welchen Tipp haben Sie für zukünftige Teilnehmer?

Ich habe sehr von meiner aktiven Teilnahme am Unterricht profitiert. Nach einem langen Arbeitstag brauchte ich für weitere drei Stunden am PC viel Konzentration. Wenn man sich einbringt, prägt man sich den Stoff leichter ein. Auch meine Ausbildung zum Industriekaufmann hat mir bei den Inhalten der Fortbildung sehr geholfen. Als Quereinsteiger ohne kaufmännische Ausbildung muss man sich betriebswirtschaftliches Basis-Knowhow nebenbei aneignen, denn der Kurs setzt dieses Wissen voraus.

Was sind Ihrer Meinung nach die Vorteile eines Wirtschaftsfachwirtes auf dem Arbeitsmarkt?

Der Wirtschaftsfachwirt mit IHK-Prüfung hat den Vorteil, dass er alle Aufgabenbereiche vereint, die man für die Führungsebene benötigt. In Deutschland sind Zertifikate und Ausbildungsnachweise sehr wichtig, daher war für mich die Fortbildung eine Möglichkeit, meine bisherigen beruflichen Erfahrungen offiziell nachzuweisen. Mit meinem IHK-Abschluss in der Tasche und meiner langjährigen Berufserfahrung habe ich sehr schnell in Berlin eine Stelle gefunden. Inzwischen arbeite ich bei der Firma Tankkarten Service in Berlin, einer Tochter der Radius Payment Solutions aus England. Wir verkaufen Tankkarten und Kinesis, ein Telematik-Produkt, wofür ich als Sales Manager und Key Account Manager verantwortlich bin.

Würden Sie die Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt weiterempfehlen?

Für mich war der Kurs die optimale Lösung, was Zeit, Geld und Lernaufwand angeht. Ich würde den Kurs für Menschen im Berufsleben ganz klar weiterempfehlen. Besonders die Einteilung in zwei und drei Lehreinheiten pro Woche und einmal samstags im Monat fand ich sehr gut, da habe ich von Weiterbildungen anderer Anbieter gehört, die zeitaufwendiger sind.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Die Firma ist weltweit tätig, dadurch ergeben sich für mich neue, schöne Herausforderungen. Unser Büro in Berlin soll noch wachsen und auch mein Bereich wird sich noch stark verändern. Beruflich gesehen habe ich es sehr gut getroffen.

Herr Pieper, vielen Dank für das nette Gespräch.

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