Trendberufe: Diese Jobs starten in die Zukunft.

Trends spiegeln einen wichtigen Teil des aktuellen Zeitgeschehens wider. Denn jeder Trend reagiert auf eine  bestimmte Entwicklung oder Veränderung ­– ob im technologischen, politischen oder kulturellen Sinne. Wir werfen einen Blick in die Glaskugel: Welchen Berufen wird eine vielversprechende Zukunft vorhergesagt? Die Kriterien für aktuelle Prognosen bezogen auf Trendberufe am Arbeitsmarkt stützen sich sowohl auf das jeweilige Durchschnittsgehalt, als auch auf ihre Zukunftsfähigkeit in den Zeiten von Arbeiten 4.0.

Ohne Moos nix los: Der Umwelttechniker.

Zugegeben: Was hier so locker daherkommt, befasst sich mit einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Wenn wir in Zukunft nicht mit mehr Plastik als mit Fischen im Meer schwimmen wollen und in den Ballungszentren dieser Welt noch einen tiefen Atemzug nehmen möchten, dann sollten wir unsere Lebenswelt Natur in den Fokus rücken. Dass wir in Sachen Umwelt bereits zu nachlässig waren, zeigt unter anderem die aktuelle Konjunktur der Berufe in diesem Bereich. Der Trendberuf des Umwelttechnikers ist daher ein Weckruf an die Gesellschaft: Wir werden in Zukunft mehr Expertinnen und Experten benötigen, die die Luft- und Wasserqualität überprüfen, neue Technologien zum Umweltschutz entwickeln und die nachhaltige Energieversorgung in Haushalten und Unternehmen erforschen. Der Beruf des Umwelttechnikers hat demnach nicht nur Zukunft, er schafft sie auch – für die Menschen und für die Umwelt.

Trendberuf: Umwelttechniker. Aufgaben: Entwicklung technologischer Verfahren zum Schutz der Umwelt. Durchschnittsgehalt: 50.213 Euro im Jahr. (Quelle: gehalt.de)

Trendberufe: Diese Jobs starten in die Zukunft.
Wichtig für die Zukunft: Umwelttechniker rücken die Natur wieder in den Fokus. Foto von Max Kukurudziak auf Unsplash.

Bauen 4.0: Der BIM-Manager.

Der Berliner Flughafen BER feiert im Jahr 2018 sein Zehnjähriges – das heißt, nun ja, seit dem offiziellen Startschuss der Bauarbeiten im Jahr 2008. Ob mittlerweile wohl schon Flugzeuge über die Landebahn rollen würden, wenn von Anfang an ein Building Information Modeling System zum Einsatz gekommen wäre? Wer in Zukunft Fehler bei großen Bauprojekten verhindern möchte, wird auf digitale Bauplanung setzen. Spätestens dann kommt der BIM-Manager ins Spiel, der den richtigen Informationsfluss unter allen Projektbeteiligten garantiert und BIM-Systeme entsprechend der Bauziele steuert und anpasst. Durch digitale Bauplanung können Bauprojekte vom Anfangsstadium bis zur Finalisierung visualisiert und die tatsächlichen Baukosten konkretisiert werden. Dadurch können nicht nur Projektplaner ihre Bauvorhaben realistisch einschätzen, auch die Öffentlichkeit kann sich über den aktuellen Baustand besser informieren. BIM-Manager werden daher in Zukunft ziemlich viel Arbeit haben – denn stagnierende Bauvorhaben gibt es zur Zeit fast so viele wie Flugzeuge im deutschen Luftraum.

Trendberuf: BIM-Manager. Aufgaben: Planung und Steuerung von Building Infomation Modeling Systemen und Koordination aller projektrelevanten Informationen . Durchschnittsgehalt: 50.937 Euro im Jahr. (Quelle: gehalt.de)

Trendberufe in der Bauplanung
Die Zukunft der Bauplanung ist digital – dank Building Information Modeling. Foto von Alex wong auf Unsplash.

Paketzustellung per Lufttaxi: Der Drohnen-Pilot.

Die Zukunft liegt in der Luft, wie die aktuellen Entwicklungen in der Maschinenbauindustrie beweisen. Wer bei ferngsteuerten Drohnen noch an Militär- und Spionageaktionen denkt, dürfte sich wundern, wenn die bestellte Kaffeemaschine demnächst per Lufttaxi zugestellt wird. Aber nicht nur im Dienstleistungsbereich werden Drohnen in Zukunft Anwendung finden, auch für die Lieferung von Hilfsgütern und für das Messen wertvoller Daten gewinnen sie an Auftrieb. Wie jede Maschine benötigen auch diese Überflieger jemanden, der sie aus der Ferne steuert. Der Drohnen-Pilot ist daher ein weiterer Trendberuf für die nächsten Jahre und wird in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens für neue Arbeitsplätze sorgen. Besonders spannend: Auch Menschen könnten sich zukünftig flächendeckend per Drohnentaxi fortbewegen. Ein Prototyp wurde dafür bereits in Betrieb genommen.

Trendberuf: Drohnen-Pilot bzw. Maschinenbauingenieur. Aufgaben: Steuerung und Koordination von Drohnen bzw. Weiterentwiklung der Drohnenliefertechnologie. Durchschnittsgehalt: 67.718 Euro im Jahr. (Quelle: gehalt.de)

Trendberufe: Diese Jobs starten in die Zukunft.
Drohnen als Luft- und Wassertaxi? Längst keine Zukunftsmusik mehr, weiß die Drohnenliefertechnologie. Foto von Aaron Burden auf Unsplash.

Digitaler Einkaufswagen: Der Category Manager.

Ein zukünftiger Geschäftspartner der Drohnentechnologie könnte der Category Manager sein. Als digitaler Stratege kümmert sich einer dieser vielversprechenden Trendberufe 2018 um die Produktaufstellung und die Preisgestaltung von Online-Shop-Anbietern. Man schätzt, dass die Umsätze im E-Commerce jährlich um bis zu 13 Prozent wachsen werden. Damit hat der Category Manager ein breites Einsatzgebiet: Von Supermarktketten zu wirtschaftsstarken Großhändlern oder mittelständischen Unternehmen – zukünftig kommt das Produkt oder die Dienstleistung via Klick zum Kunden. Dabei ist der Category Manager stets selbst auf der Suche nach neuen Trends für den digitalen Umschlagplatz.

Trendberuf: Category Manager. Aufgaben: Strategischer Einkauf, Preisgestaltung und Auswahl von Produkten für Online-Shops. Durchschnittsgehalt: 60.255 Euro im Jahr. (Quelle: gehalt.de)

Weitere vielversprechende Trendberufe

Neben diesen Top 4 der Trendberufe für 2018 sind weiterhin Berufsfelder auf dem Vormarsch, die sich mit technologischen Entwicklungen beschäftigen oder die im Zuge der Digitalisierung erst entstanden sind. Da die Möglichkeiten des Internets immer weiter erschlossen werden, verlangt der virtuelle Raum auch nach immer mehr Inhalten. Während Content Manager dafür sorgen, dass Inhalte besser gefunden werden, optimieren Mobile Developer diese für mobile Endgeräte. Die Informationstechnologie ist sicherlich eine der Branchen, die in Zukunft ein besonders großes Wachstum erfahren wird. Neben der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz stehen Virtual und Augmented Reality Systeme ebenfalls an erster Stelle der digitalen Rangliste. Wie diese Trends zeigen, werden uns in Zukunft technologische Systeme noch mehr dabei unterstützen, Prozesse in der digitalen und der analogen Welt zu analysieren und zu steuern. Wir dürfen also gespannt sein – man sieht sich im Drohnentaxi!

Artikelbild von Max Bender

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