Social Media Management am Konzerthaus Berlin.

Im Konzerthaus Berlin brahmst und summt es gewaltig, es wird musiziert und gestimmt, gezupft und — ja, auch geschrieben, denn das Konzerthaus hat auch einen eigenen Blog. Hier berichtet die Online-Redakteurin und Social Media Managerin Luisa Aha „Neues aus der ersten Reihe“: Von Events zu Konzerten bis zu Interviews mit Musikern oder Dirigenten. Im Interview erzählt sie von ihrem Beruf in der Öffentlichkeitsarbeit und von ihrer vorbereitenden Weiterbildung zur Social Media Managerin beim Bildungsanbieter WBS TRAINING.

Social Media Management am Konzerthaus Berlin.
Social Media Managerin Luisa Aha

Luisa, wie verlief Dein beruflicher Werdegang bis zu Deiner jetzigen Arbeit am Konzerthaus Berlin?

Ich habe Kunst, Musik und Medien in Marburg studiert, wobei meine Leidenschaft vor allem der klassischen Musik gilt. Im Anschluss habe ich nach einem Praktikum in einer Berliner Eventagentur vier Jahre lang als Projektleiterin gearbeitet. Hier habe ich Festivals organisiert und viele kulturelle Veranstaltungen geplant. Irgendwann brauchte ich eine Pause, weil diese Art von Arbeit auf Dauer sehr anstrengend werden kann. Ich hatte das Bedürfnis, nicht mehr ständig Deadlines hinterher rennen zu müssen und wollte beruflich etwas Neues wagen. Nach einer kurzen Orientierungsphase habe ich gemerkt, dass ich mich gerne in Richtung Social Media und Öffentlichkeitsarbeit weiterbilden möchte. Meine damalige Bearbeiterin beim Arbeitsamt war zum Glück super unkompliziert und hat mir meine Wunschweiterbildung zur Social Media Managerin bei WBS TRAINING bewilligt.

Was hat dir während der Weiterbildung zur Social Media Managerin am meisten Spaß gemacht?

Das Schönste an meiner Weiterbildung waren die Gruppenarbeiten. Gerade im Bereich Public Relations hat man meist das Glück, mit Menschen zusammen zu kommen, die grundsätzlich gut kommunizieren und präsentieren können – das hat eine Menge Spaß gemacht. Für mich war dieser Austausch mit meinen Kommilitonen sehr hilfreich, weil ich in unserer Runde die Jüngste war und von den Erfahrungen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges mitnehmen konnte. Während der Weiterbildung haben wir tolle Sachen auf die Beine gestellt, wie z. B. Konzeptpapiere für fiktive aber auch reale Fallbeispiele und Kunden erarbeitet. Dabei sind einige Ideen entstanden, die so gut und konkret waren, dass man mit ihnen auch direkt zum Kunden hätte gehen können. Diese praxisnahen Methoden haben mir auch enorm für meine Bewerbung im Anschluss geholfen.

Wie bist Du zu Deinem jetzigen Job gekommen?

Ich habe die Ausschreibung für meine jetzige Stelle schon während meiner Weiterbildung zur Social Media Managerin entdeckt. Die Inhalte haben mir auf Anhieb gefallen und da ich durch die Weiterbildung gerade so gut im Training stand, war ich auch schon ziemlich gut für das Vorstellungsgespräch vorbereitet. Überrascht war ich dann trotzdem, als kurz darauf die Zusage für die Stelle als Online-Redakteurin und Social Media Managerin vom Konzerthaus Berlin kam. Dank des modularen Aufbaus der Fortbildung konnte ich mir auch ohne Abschlussmodul mein Wissen aus den anderen Blöcken zertifizieren lassen. Alles, was ich dann noch während meines Arbeitsalltags brauchte, habe ich mir Stück für Stück selbst beigebracht.

Social Media Management am Konzerthaus Berlin.
Instagram Aufruf für das Festival Baltikum am Konzerthaus Berlin.

Deine Weiterbildung hat online stattgefunden. Wie gut bist Du damit zurechtgekommen?

Am Anfang war ich schon etwas nervös – sich so viel Wissen in kurzer Zeit anzueignen, ist man ja in diesem Umfang nicht gewohnt. Nach zwei bis drei Wochen war ich aber voll und ganz im Lernmodus angekommen. Ab und zu, wenn wir einige Inhalte oder Präsentationen vorbereiten sollten, bin ich z. B. in ein Café gegangen, einfach, um ein paar Menschen um mich herum zu haben. Das Online-Lernen ist zu einem großen Anteil auch ein Selbststudium, da kann ein Ortswechsel gut tun, um wieder etwas frischen Wind in das Lernen zu bringen. Die Vermittlung und die Kommunikation mit den Trainern kam dennoch nicht zu kurz. Außerdem ist so eine Weiterbildung ja auch eine großartige Chance, vor allem, wenn man sie, so wie ich, zu 100 Prozent von der Agentur für Arbeit gefördert bekommt. Wenn man sich etwas eingelebt hat, kommt man auch gut mit dem Online-Format zurecht.

Was macht Dir an Deiner jetzigen Position am meisten Spaß?

Das Tolle ist, dass wir uns am Konzerthaus Berlin kaum vor Content retten können. Jeden Tag kommen neue Themen und zukünftige Konzerte rein, unser Musikprogramm wechselt regelmäßig. Da gibt es eine ganze Menge zu berichten. Besonders liebe ich, dass ich mich kreativ ausleben kann: Ich kann selbst kurze Videos drehen und schneiden, Fotos machen und posten, Texte verfassen und Interviews führen. Da schreitet keiner zwischendurch ein, denn wir sind ein kleines Team, das sich aufeinander verlassen können muss. Daher ist unsere Arbeitsweise auch sehr eigenverantwortlich. Zudem macht es mir großen Spaß, mit verschiedenen Formaten zu experimentieren und herauszufinden, welche Dinge besonders gut funktionieren und auf welche Inhalte unser Publikum und unsere Leserschaft besonders reagieren. Ich lerne daher immer wieder Neues dazu und kann auf dieser weiten Spielwiese das Wissen anwenden, das ich im vorigen Jahr während meiner Weiterbildung aufgebaut habe.


Und welche Formate funktionieren zurzeit besonders gut für das Konzerthaus Berlin?

Aktuell haben wir die Instastories für uns entdeckt – kurze Videos, die man auf Instagram hochladen kann und die nur für 24 Stunden online verfügbar sind. So können wir live aus den jeweiligen Konzerten berichten und zeitgleich unsere Highlights teilen. Eine Sache, die z. B. immer sehr gerne gesehen wird, ist der Schlussapplaus einer Aufführung: Der magische Moment zum Ende, wenn alle gemeinsam anfangen zu klatschen. Ansonsten versuche ich natürlich, diese besonderen Momente via Kamera einzufangen – mein Smartphone und ich sind mittlerweile schon fest miteinander verwachsen. Das Aushängeschild unserer Onlinekommunikation ist die Aktion #klangberlins. Hier haben wir Musiker/-innen gebeten, Klänge aus dem urbanen Alltag Berlins zu vertonen – von der Currywurst bis zur Ubahn. Ein Resultat, was super viel Spaß beim Zugucken und Zuhören macht. Die Idee dazu kam meiner Chefin übrigens quasi morgens unter der Dusche!

Wenn Du Dir rückblickend selbst einen Tipp geben könntest, wie würde der lauten?

Ich glaube, ich würde mir sagen: Lass dich nicht einschüchtern und mach einfach dein Ding! Denn gerade zu Beginn der Weiterbildung erinnere ich mich noch daran, wie mich das Selbst-Verkaufstalent einiger meiner Kommilitonen beeindruckt hat. Da hatte ich das Gefühl, das ist weniger meine Stärke. Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich mich und meine Fähigkeiten nicht verstecken muss und dass es das Wichtigste ist, das Beste für sich selbst aus so einer einmaligen Chance herauszuholen. Ich habe mir einfach folgendes bewusst gemacht: Ich selbst kann entscheiden, was ich gerne machen möchte. Und genau das fühlt sich einfach toll an.

Vielen Dank, Luisa, für diese Einblicke! Unser nächster Kulturausflug geht ins Konzerthaus Berlin!

Headerbild: Sebastian Runge.

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