Karriere mit SAP-Weiterbildung. Ein Erfahrungsbericht.

Bettina Maas, 52 Jahre aus Schwäbisch Hall, steht nicht still: Mit einem ausgefüllten Arbeitsleben und spannenden Weiterbildungen im Gepäck wurde sie kürzlich von der Softwarefirma SAP in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“ ausgezeichnet. Neben einer Ausbildung zur Industriekauffrau, einem berufsbegleitenden Bachelor in Wirtschaftspsychologie und der Betreuung ihrer Mutter absolvierte sie zahlreiche SAP-Weiterbildungen. Heute arbeitet sie als selbständige SAP-Trainerin. Im Interview spricht sie über ihren Lebensweg, ihre bewegte Karriere und darüber, wie sie berufliche Hürden erfolgreich gemeistert hat.

Portrait SAP-Trainerin.
SAP-Trainerin Bettina Maas.

Frau Maas, Sie wurden gerade von SAP ausgezeichnet. Wie kam es dazu?

Aufgrund des 20-jährigen SAP-Bildungspartner-Jubiläums im Oktober 2017 wurde die Aktion „Wendepunkte – Erfolgsmotor SAP-Weiterbildung“ von SAP ins Leben gerufen. Teilnehmen konnten alle Personen, die in den letzten 20 Jahren eine vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit geförderte SAP-Weiterbildung absolviert haben. Da ich bereits auf ein bewegtes Berufsleben zurückblicken kann und selbst zahlreiche SAP-Fortbildungen absolviert habe, habe ich mich in der Kategorie „Lebenslanges Lernen“ beworben – und tatsächlich gewonnen!

Wie sind Sie mit der SAP-Software in Kontakt gekommen?

Mein damaliger Arbeitgeber hat mich nicht in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Ich war zunächst arbeitslos und konnte dann über das Arbeitsamt eine geförderte Weiterbildung machen. Die Weiterbildung sollte für mich eine Verknüpfung von betriebswirtschaftlichem und technischem Know-how beinhalten. Eine SAP-Weiterbildung war dafür die perfekte Wahl. Die Firma SAP und ihre Produkte sind progressiv und innovativ – für mich ein „Leuchtturm“ in der Software-Branche. Persönlich wurde ich von meiner Neugierde und meinem Wissensdurst angetrieben, wie hochkomplexe Systeme arbeiten und funktionieren. Aufgrund einer Empfehlung habe ich dann einen SAP-Anwender-Kurs bei WBS TRAINING begonnen, später habe ich mich zur SAP-Beraterin weitergebildet.

Warum sind Sie SAP-Trainerin geworden?

Ein Trainer der SAP-Weiterbildung schlug mir vor, selbst Trainerin zu werden. Die Idee, mein Wissen an die nachfolgenden Teilnehmer-Generationen weiterzugeben, gefiel mir sehr gut. Schon während meiner Weiterbildung haben mir die hervorragenden SAP-Trainer imponiert. Sie waren fachlich und methodisch kompetent und von ihren didaktischen Kompetenzen her sehr gut aufgestellt. Die Trainer bilden ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zudem stetig weiter und das merkt man als Teilnehmer. Nicht nur das Potenzial der Lernenden, sondern auch das der Trainer wird maximal ausgeschöpft. Das hat mich beeindruckt und motiviert, den nächsten Schritt zu gehen und selbst Trainerin zu werden. Bis ich einsatzbereit war, hatte ich noch einige Schritte vor mir: Ich musste Bewerbungsunterlagen einreichen, das Assesment-Center für Trainer der WBS durchlaufen, die SAP-Trainer-Lizenz (PDETT-Schein) ablegen, zusätzliche Weiterbildungen in Führungskompetenzen durchlaufen und zum Schluss habe ich bei WBS TRAINING hospitiert.

Welche Hürden und Umwege gab es auf Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn?

Zahlreiche! Zunächst fehlte mir der Schulabschluss, den ich nachholen musste. Bei meiner Ausbildung zur Industriekauffrau ging der Ausbildungsbetrieb in Konkurs – und ich musste mir eigenständig mitten im Ausbildungsjahr einen neuen Betrieb suchen. Zuletzt war ich einer Mehrfachbelastung ausgesetzt: Ich habe als SAP-Online-Trainerin gearbeitet, nebenbei ein Hochschul-Studium in Wirtschaftspsychologie absolviert und täglich zwei Stunden meine demenzkranke Mutter betreut.

Was hat Ihnen geholfen, diese schwere Zeit durchzustehen?

Meine alleinerziehende Mutter war schon immer ein Vorbild für mich. Sie hat mir gewisse Eigenschaften mitgegeben, die mir geholfen haben auch schwierige Zeiten zu überstehen. Dazu gehören: Hartnäckigkeit, Widerstandsstärke, Eigenständigkeit und Selbstdisziplin. Diese Fähigkeiten und ein stabiles, privates Umfeld haben mir die nötige Willensstärke gegeben, um das Fernstudium, die Betreuung meiner Mutter und meine Arbeit als Trainerin unter einen Hut zu bringen. Auch die große Flexibilität, die durch die Online-Weiterbildungen der WBS TRAINING ermöglicht wird, hat mir geholfen.

Was schätzen Sie an Ihrer neuen Tätigkeit?

Besonders gut gefällt mir die Freude am permanenten Lernen und das Erleben von Erkenntnisblitzen, die mich und die Kursteilnehmer immer wieder aufs Neue treffen. Es ist toll, mitzuerleben, wie Teilnehmer sich während der nicht einfachen Zeit der Arbeitslosigkeit innerhalb einer SAP-Weiterbildung neu motivieren. So können sie gestärkt und mit neuem Optimismus ihr Berufsleben wieder selbstbestimmt gestalten. Manche machen während der Weiterbildung eine regelrechte Metamorphose durch. Als Trainerin diesen Entwicklungsweg zu begleiten, ist wundervoll und sehr bereichernd.

Wie wird sich der digitale Wandel auf Ihre Branche auswirken?

Die zunehmende Digitalisierung wird die Welt der Weiterbildung stark verändern. Virtuelle Lernplattformen, Vernetzungen von Inhalten und Menschen, personalisierte Lernwelten, spielerische Lernansätze (Gamification), Bildung für alle (MOOC), neue Führungskonzepte und das Erlernen neuer, digitaler Schlüsselkompetenzen machen die Auswirkungen sichtbar. Ob analog oder digital – die Ziele bleiben gleich: Weiterbildung trägt – vor allem im geförderten Bereich – zur Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit bei und somit zum Chancenerhalt der beruflichen und sozialen Teilhabe. Gleichzeitig wird die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Unternehmen durch gut ausgebildete Arbeitnehmer gefördert und die individuelle Selbstbestimmtheit des Einzelnen gewährleistet.

Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren?

Kurz vor der Rente, 😉 nach einem reich an Erlebnissen und Erfahrungen erfülltem Berufsleben sowie der Möglichkeit, einen weiteren Studienabschluss zu besitzen. Denn wie schon Cicero meinte: Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören – mit dem Lernen!

Zum Schluss: Was bedeutet Karriere für Sie?

Für mich bedeutet Karriere, eine Persönlichkeits- und Berufsentwicklung innerhalb der menschlichen Lebensspanne zu durchlaufen, um am Ende sagen zu können: Ich war mit Freude bei der Ausübung meiner Tätigkeit dabei, habe Führung und Verantwortung übernommen und mein Umfeld gefördert und unterstützt. Die Auszeichnung der SAP lehnt sich ebenfalls an meinen schulischen Werdegang an: Ohne Schulabschluss war es für mich zunächst nicht abzusehen, noch einmal zu studieren und beruflich aufzusteigen. Allerdings habe ich stets an mich geglaubt und Menschen in meinem Umfeld gehabt, die mein Potenzial gesehen haben. So habe ich nie aufgegeben und bin nun glücklich, dankbar und zufrieden. Jegliche positive wie negative Erfahrung war wichtig und erkenntnisreich. Kurz: Es hat sich alles gut gefügt.

Frau Maas, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

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