Von wegen Nerds: IT-Experten sind gefragte Profis.

Sie jonglieren mit Bits und Bytes, kennen sich mit Betriebssystemen, Servern und Projektplanung aus und sind die ersten Ansprechpartner bei technischen Fragen: IT-Manager dürfen mittlerweile in keinem Unternehmen mehr fehlen. Die Jobaussichten für Absolventen von Studiengängen, Weiterbildungen und Umschulungen im Bereich IT-Management sind vielversprechend. In unserer digitalisierten Arbeitswelt und in Zeiten von Arbeiten 4.0 kommt kaum eine Firma um die Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse herum. Damit das auch reibungslos gelingt, sind IT-Manager mit ihrem digitalem Know-how gefragt.

Von der Schulbank zum Lehrerpult

Studentenleben und Dozentenalltag: Walter Hölblinger kennt beide Seiten. Bevor er Dozent für das Masterstudium MBA IT-Management bei WBS AKADEMIE wurde, absolvierte er das Studium selbst erfolgreich. Heute unterrichtet er Studentinnen und Studenten in Live-Online-Vorlesungen und bildet die IT-Führungskräfte von morgen aus. In unserem Interview erzählt er, wie es kam, dass er die Schulbank gegen das Lehrerpult eingetauscht hat und was ihn bei seiner Arbeit als Dozent am meisten motiviert. 

Dauer, Inhalt, Perspektiven: Alle Informationen zum berufsbegleitenden Masterstudium MBA IT-Management bei WBS AKADEMIE finden Sie hier.

Walter Hölblinger bildet die IT-Führungskräfte von morgen aus.
Leidenschaft für IT: Walter Hölblinger war erst Student und unterrichtet mittlerweile selbst die Führungskräfte von morgen.

Herr Hölblinger, was haben Sie vor Ihrem Masterstudium in IT-Management beruflich gemacht?

Vor sehr langer Zeit, um ganz genau zu sein, noch vor der Jahrtausendwende, habe ich ganz klassisch den Beruf des Bürokaufmannes gelernt. Dadurch erhielt ich eine sehr gute kaufmännische Basis, doch meine Leidenschaft galt immer schon der IT. Gleich nach meinem Wehrdienst hatte ich die Möglichkeit, bei einem traditionsreichen österreichischen Unternehmen einzusteigen. Dort hatte ich anfangs nicht viele Berührungspunkte mit dem Thema IT. Im Laufe der Zeit wechselte ich innerhalb des Unternehmens mehrmals die Position und sog dabei jegliches IT-Wissen, das ich in die Finger bekam, förmlich auf.

Weshalb haben Sie sich für das Masterstudium bei WBS AKADEMIE entschieden?

Im Jahr 2007 bekam ich in meinem Job die Möglichkeit, in die IT-Abteilung zu wechseln. Mit diesem Wechsel begann auch meine Zeit der professionellen Weiterbildung. Ich absolvierte zahlreiche Kurse zu den Themen Netzwerk, Betriebssysteme, Administration und Security – immer mit abschließender Zertifikatsprüfung. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich so ziemlich alle Kurse und Prüfungen abgeschlossen hatte und mir die Frage stellte, wie ich mich von jetzt an zielgerichtet weiterbilden kann. Im Zuge einer Online-Recherche stieß ich schließlich auf das Angebot der WBS AKADEMIE in Kooperation mit dem Austrian Institut of Management (AIM) der FH Burgenland. Mir war klar, dass das Masterstudium eine große Herausforderung für mich sein würde. Aber wie heißt es so schön: Nur unter Druck entstehen Diamanten.

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre Entscheidung für das Studium reagiert?

Ein berufsbegleitendes Studium bedeutet natürlich auch eine gewisse Herausforderung für die Familie. Daher habe ich mir im Vorfeld viele Erfahrungsberichte im Internet durchgelesen, um mir einen Eindruck von dem Workload zu verschaffen, der mich im Studium erwartet. Der einheitliche Tenor war: Ja, es ist zu schaffen, aber man sollte sich gleich von Beginn an auf lernintensive Abende und arbeitsintensive Wochenenden einstellen. Meine Frau hat mich nicht nur von Anfang an unterstützt, sondern mich auch ermutigt, mich der neuen Herausforderung zu stellen. Mit diesem familiären Rückhalt habe ich schließlich das Gespräch mit meinem Chef gesucht. Dieser unterstützte meinen Plan eines berufsbegleitenden Studiums ebenfalls von Beginn an. Zu wissen, dass ich sowohl durch meine Familie als auch meinen Arbeitgeber unterstützt werde, motivierte mich ungemein.

Stichwort: Zeitaufwand. Wie zeitintensiv war das Studium?

Ein gutes Zeitmanagement ist natürlich unumgänglich. Der große Vorteil bei meinem Studium war, dass ich gleich zu Semesterbeginn einen kompletten Ablaufplan mit allen Terminen für die nächsten beiden Jahre erhielt. Dadurch konnte ich alle Vorlesungs- und Prüfungstermine gleich im Voraus in meinen Kalendern eintragen. Alle anderen Termine wurden dann rundherum vereinbart. Die Wochenenden nutzte ich meistens für die Ausarbeitung der gemeinsamen Gruppenarbeiten. Das empfand ich allerdings nicht als wirkliche Belastung, denn gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und sich innerhalb der Gruppe auszutauschen, macht einfach Spaß.

Online studieren: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war das für Walter Hölblinger eine Selbstverständlichkeit.
Online studieren: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase für Walter Hölblinger eine Selbstverständlichkeit.

Wie hat es Ihnen gefallen, online zu studieren?

Von technischer Seite aus betrachtet, war es zu Beginn durchaus gewöhnungsbedürftig. Allerdings dauerte die Eingewöhnungsphase nicht lange und innerhalb kürzester Zeit war ich mit den Möglichkeiten der Online-Plattform vertraut. Durch Gruppenarbeiten wächst man als Team sehr schnell zusammen. Physisch – oder anders formuliert: „in echt“ – haben wir uns erst nach dem Studium getroffen.

Wie beurteilen Sie die inhaltliche Qualität Ihres Masterstudiums?

Der MBA in IT-Management schafft die optimale Verbindung zwischen wissenschaftlichem Fachwissen auf der einen und praktischem IT-Wissen auf der anderen Seite. Sehr oft haben wir im Anschluss an theoretische Modelle über den Einsatz in der Praxis diskutiert. Bereichernd waren dabei die unterschiedlichen Fachrichtungen, aus denen die anderen Studierenden kamen. Dadurch gab es nicht nur eine reine Wissensvermittlung von Dozent zu Student, sondern auch von Student zu Student. Die Aufteilung in unterschiedliche Module war sehr hilfreich, denn dadurch wurde das gesamte Studium in mehrere Teilschritte aufgeteilt. Jeder Abschluss eines Moduls war für mich ein kleines Erfolgserlebnis – und zugleich auch ein Ansporn für das nächste Modul.

Wie kam es schließlich dazu, dass Sie vom Studenten zum Dozenten wurden?

Im Zuge meiner Tätigkeit als IT-Leiter halte ich regelmäßig Vorträge bei Fachveranstaltungen, an Fachhochschulen und an Universitäten. Daher bin ich es gewohnt, vorzutragen und spontan auf Rückmeldungen einzugehen. Auch mit den Eigenheiten des Adobe Connect war ich dank meines vorangegangenen Studiums vertraut. Natürlich war ich vor meinen ersten Vorlesungen aufgeregt, merkte jedoch rasch, dass mein Vortragsstil auch im virtuellen Hörsaal gut ankommt. Interessant war für mich auch die Erkenntnis, dass es auf der „anderen Seite“, sprich: als Dozent, durchaus anstrengender sein kann. Denn als Student kann man sich in der Vorlesung auch einfach mal berieseln lassen. Also Dozent gilt es, auch nach einem langen Arbeitstag, den Inhalt des jeweiligen Moduls verständlich (und motivierend) vorzutragen.

Was ist Ihnen als Dozent persönlich wichtig?

Mein Ziel ist es, den Studierenden wissenschaftliches Fachwissen auf ansprechende und verständliche Art und Weise zu vermitteln. Deshalb baue ich oft Beispiele aus der Praxis ein und ermuntere die Studierenden zu Diskussionen. Gruppenarbeiten sind immer eine gute Idee, um neu gewonnenes Wissen zu vertiefen. Die Rückmeldungen, die ich im direkten Austausch oder durch Evaluierungen von den Studentinnen und Studenten erhalte, bestätigen mich in meiner Arbeit als Dozent. Das motiviert mich, auch weiterhin mit gleicher Leidenschaft voranzugehen.

Fotos © Photoworks Pertl

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