Lebenslanges Lernen: 7 Tipps für deine Weiterbildung im Urlaub.

Sonne, Meer und Strand? Skifahren im Schnee? Wie auch immer ein perfekter Urlaub für dich aussieht: Nach einer arbeitsintensiven Zeit verlangen Körper und Geist nach einer Auszeit. Neben dem süßen Nichtstun hat man im Urlaub aber auch endlich für das Zeit, was sonst viel zu kurz kommt. Reisen, Kino- und Museumsbesuche, gute Bücher, spannende Zeitungsartikel oder Podcasts… Denn: Man lernt bekanntlich nie aus!

Ob eine andere Sprache, historische Romanklassiker, interessante Kunstsammlungen, eine neue Sportart oder ein praktisches Handwerk – es gibt viel Spannendes zu entdecken. Dank zahlreicher Fortbildungen und Seminare, kannst auch du dein Leben lang dazulernen.

Hast du schon einmal von deinem Recht auf Bildungsurlaub Gebrauch gemacht?
Ob ein Rhetorik-Kurs oder eine fachliche Fortbildung – ein Bildungsurlaub kann ganz verschieden aussehen. Voraussetzung ist, dass die Weiterbildung einen unmittelbaren Bezug zur Arbeit hat. (Foto von Austin Distel/Unsplash)

Wer im Urlaub seine grauen Zellen auf Trab halten möchte, hat viele Möglichkeiten. Sehr wichtig: Lass den Urlaub auch mal Urlaub sein! Wenn die Weiterbildung dir Stress bereitet, denke lieber über die Option eines Bildungsurlaubs nach. Denn je nach Bundesland hast du als Angestellte/-r Anspruch auf eine bestimmte Anzahl an bezahlten Urlaubstagen, die du für deine berufliche Weiterbildung nutzen kannst.

Fallen Leistungsdruck und Stress weg, ist auch der „reguläre“ Urlaub eine wunderbare Zeit, um sich weiterzubilden. Denn wer Freude am Lernen hat, merkt sich den Stoff besser. Im Folgenden haben wir dir unsere TOP 7 Weiterbildungsmöglichkeiten für den Urlaub zusammengestellt.

Tipp #1: Podcasts

Podcasts haben die Streamingdienste im Sturm erobert und sind bei Spotify, iTunes und Co. nicht mehr wegzudenken. Hier ist für jede/-n etwas dabei: das Angebot reicht von Comedyshows über Nachrichtensendungen und Reportagen bis hin zu Interviews mit berühmten Persönlichkeiten oder Gute-Nacht-Geschichten.

Das Erfolgsgeheimnis von Podcasts liegt unter anderem in der Kunst, komplexe Inhalte interessant zu verpacken. Man fühlt sich unterhalten und lernt gleichzeitig, wie nebenbei, etwas Neues dazu – die perfekten Bedingungen für eine Weiterbildung im Urlaub.

Unsere Podcast-Empfehlungen für deine Weiterbildung:

  1. Die Reportage – Deutschlandfunk Kultur
  2. Springender Punkt
  3. Eine Stunde History
  4. ZEIT Verbrechen
  5. TED Talks Daily
  6. Lage der Nation
  7. Explore – Der National Geographic Podcast

Tipp #2: Volkshochschulkurse

Volkshochschulen gibt es in ganz Deutschland. Sie sind gemeinnützige Einrichtungen und dienen der Erwachsenen- und Weiterbildung. Bekannt sind sie vor allem für ihr breites Spektrum an Sprachkursen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: An den Volkshochschulen kannst du aus einer Vielzahl an Fortbildungen in den Bereichen IT, Naturwissenschaften, Kultur & Kreativität, Ernährung oder Handwerk wählen.

Für die Weiterbildung in deinem Urlaub bieten sich vor allem Intensiv- oder Ferienkurse an. Auch Exkursionen, wie zum Beispiel „Wildkräuterspaziergang im Sommer“ (gefunden auf: VHS Berlin) eignen sich wunderbar, um spielerisch Neues zu lernen.

Du suchst nach günstigen Weiterbildungen in deinem Urlaub? Die Volkshochschule ist mit ihren Einrichtungen in ganz Deutschland vertreten.
Aquarellmalerei oder lieber ein Programmierkurs? An den Volkshochschulen hast du eine große Auswahl an Kursangeboten in ganz Deutschland. (Foto von Alice Achterhof/Unsplash)

Tipp #3: Online-Vorlesungen

Was im englischsprachigen Raum schon länger gang und gäbe ist, kommt nun auch in Deutschland an: Immer mehr Universitäten stellen ausgewählte Vorlesungsreihen kostenlos auf ihren Online-Plattformen zur Verfügung.

Die sogenannten „Massive Open Online Courses“ (kurz: MOOCs) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn: Sie sind kostenlos und jederzeit verfügbar! Vorreiter dieser MOOCs waren US-Eliteuniversitäten wie Princeton, Stanford und Harvard. Auf den englischsprachigen Plattformen „Coursera“ oder „edX“ hast du Zugriff auf unzählige Vorlesungen von renommierten Professorinnen und Professoren zu Themen wie „Business & Management“, „Engineering“ oder „Languages“.

Die größten MOOCs-Anbieter im deutschsprachigen Raum sind zum Beispiel „iversity“, „OPEN HPI“ oder „iMoox“.

TIPP: Die Bundeszentrale für politische Bildung hat in interaktiven Grafiken die größten MOOCs-Plattformen verglichen. Dort kannst du schnell erkennen, welche Plattform sich am besten für deine Weiterbildung eignet.

Tipp #4: Gasthörerschaft an lokalen Universitäten

Wer es doch lieber auf die „altmodische“ Art und Weise mag, kann sich auch als Gasthörer/-in an einer Universität einschreiben lassen. Dafür brauchst du nur eine Hochschule in deiner Nähe und die Einverständniserklärung der Lehrenden. Oft ist es allerdings auch notwendig, sich an der jeweiligen Universität zu registrieren und Gebühren zu zahlen.

Der Unterschied zu immatrikulierten Studenten liegt dann darin, dass du dir ohne Leistungsdruck die interessantesten Vorlesungen anhören kannst – ohne lästige Prüfungen. Um mehr über die detaillierten Bedingungen zu erfahren, schaust du dir am besten das Gasthörerprogramm der Universität deiner Wahl an.

Viele Universitäten bieten Gasthörerprogramme für Menschen an, die sich weiterbilden möchten.
Lust, mal wieder die „Uni-Bank“ zu drücken? Ohne Prüfungsstress kann das sehr interessant sein! (Foto von Mikael Kristenson/Unsplash)

Tipp #5: Lern-Apps für unterwegs

Wir haben es ohnehin ständig bei uns, also warum sich nicht mit Hilfe des Smartphones weiterbilden? Mit deinem Handy hast du im wahrsten Sinne des Wortes deine Weiterbildungsmöglichkeit in der Tasche. Dank interaktiver Lern-Apps kannst du ganz bequem von unterwegs dazulernen – ohne großen Aufwand.

Vor allem Sprachlern-Apps erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn sie unterstützen dich beim Vokabeln lernen, Aussprachetraining und beim Büffeln von Grammatikregeln. Wir empfehlen: „Duolingo“ (Android & iOS, kostenlos) oder „50 Sprachen lernen“ (Android & iOS, kostenlos). Bei letzterer App lernst du zusätzlich auch noch etwas über die Kultur und Geographie des entsprechenden Landes. Das hilft dir dabei, den Kontext der Sprache besser zu verstehen.

Doch beim Sprachtraining hören die Möglichkeiten der Lern-Apps nicht auf. Gedächtnistrainings, Allgemeinwissen-Tests oder Hauptstädte-Quizze – so kannst du dich ganz bequem im Urlaub weiterbilden.

Tipp #6: Tandem-Partner für das Sprachstudium

Da wir schon einmal beim Thema sind: Wenn du fleißig dabei bist, eine neue Sprache zu lernen, dann ist ein Sprachtandem sehr empfehlenswert. Das Prinzip ist einfach: Zwei Muttersprachler/-innen treffen sich regelmäßig und bringen sich gegenseitig die eigene Sprache bei. So bekommst du kostenlose Nachhilfe – und vielleicht sogar eine/-n neue/-n Freund/-in.

Wie man eine/-n Tandempartner/-in findet? Verschiedene Initiativen und Sprachschulen bieten Plattformen im Internet an, auf denen du dich kostenlos registrieren und Kontakt zu anderen Mitgliedern aufnehmen kannst. Eine andere Möglichkeit ist natürlich auch das Schwarze Brett in Universitäten oder Volkshochschulen.

Durch Weiterbildungen, Bücher, Podcasts & Co. kannst du dein Leben lang dazu lernen.
Was wolltest du schon immer lernen? Vielleicht ist dein nächster Urlaub der perfekte Zeitpunkt für eine Weiterbildung! (Foto von Tim Mossholder/Unsplash)

Tipp #7: Lesen, lesen lesen

Dies ist vermutlich der offensichtlichste Tipp für deine Weiterbildung im Urlaub: lesen, lesen, lesen! Denn es macht nicht nur Spaß, sondern bildet uns und regt die Fantasie an. Also lautet unsere Empfehlung: Lass Smartphone einmal Smartphone und Netflix einmal Netflix sein und lies’ ein gutes Buch.

Neben unbewussten Aspekten, die du beim Lesen aufschnappst (Rechtschreibung und eine schöne Syntax lassen grüßen!) kannst du auch inhaltlich viel lernen. Und wir sprechen hier nicht unbedingt von philosophischen Abhandlungen oder dicken klassischen Wälzern. Historische Romane, spannende Biographien, gut recherchierte Thriller oder auch mal ein fremdsprachiges Buch – die Auswahl ist groß!

TIPP: Der Reclam Verlag bietet viele Klassiker mit Kommentaren und Erklärungen an.

Artikelbild von chen zo

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