Hallo Konzentration: Die Playlist mit Konzentrationsmusik für dein Homeoffice.

Für viele unter euch hieß es in den letzten Monaten: Homeoffice ist angesagt! Kein langer Arbeitsweg, mehr Flexibilität und Zeit für spannende Weiterbildungen – das alles sind gute Gründe für die Arbeit am heimischen Schreibtisch. Die Corona-Pandemie wird wohl auch auf lange Sicht unsere Arbeitswelt verändern. Wer die Möglichkeit hat, von zu Hause aus zu lernen oder zu arbeiten, kann das zum eigenen Vorteil nutzen.

Sehr wichtig für einen erfolgreichen Arbeitstag im Homeoffice sind ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz und natürlich eine angemessene Geräuschkulisse! Ob durch Straßenlärm, eine brummende Waschmaschine, mitteilungsbedürftige Angehörige oder ein spontanes Balkonkonzert der Nachbarn – Ablenkungen durch Nebengeräusche können die Konzentration gravierend beeinflussen.

Wie auch im Großraumbüro greifen viele deshalb zu den Kopfhörern, drehen den Sound laut auf und fragen sich dabei: „Zu welcher Konzentrationsmusik kann ich am besten arbeiten?“

Die Wissenschaft hat untersucht: Hilft Musik beim Lernen?

Die Antwort auf diese Frage hätte so einfach sein können: Wissenschaftler/-innen der University of California Irvine fanden in den 1990er Jahren heraus, dass sich die Kreativität und das räumliche Denken ihrer Probandinnen und Probanden verbesserten, wenn sie vor der Lösung einer Aufgabe Mozart-Sonaten hörten. Das war die Geburtsstunde des sogenannte „Mozart-Effekts“.

Trotzdem sind sich Wissenschaftler/-innen über die Wirkung von Musik auf unsere Konzentration nicht einig. Denn zum einen konnte der „Mozart-Effekt“ in weiteren Studien nicht belegt werden. Zum anderen hängt die Auswirkung von Musik auf unsere Konzentration von mehreren Faktoren ab und ist deshalb nicht so simpel. Was für Aufgaben stehen gerade an? Welche Musik hörst du? Wie reagierst du emotional auf diese? Wo befindest du dich gerade?

Fest steht, dass Musik unsere Stimmung heben kann, die Herzfrequenz beeinflusst und bestimmte Gehirnwellen stimuliert. Wer laute Nachbarn oder gesprächige Mitbewohner hat, kann Musik also durchaus dazu nutzen, Nebengeräusche zu übertönen.

Konzentrationsmusik kann uns von nervigen Nebengeräuschen ablenken.
Ob im Großraumbüro oder im Homeoffice: Musik kann unsere Konzentration fördern. (Foto von Alex Kotliarskyi/ Unsplash)

Die perfekte Konzentrationsmusik: So triffst du die richtige Wahl.

Bei der Auswahl deiner Homeoffice-Playlist richte dich vor allem nach Regel Nummer Eins: Die Musik darf dich nicht stärker ablenken als das plärrende Baby im Stockwerk über dir oder der Baustellenlärm von der Straße. Musik sollte nervige Nebengeräusche ausblenden, ohne ein weiterer Störfaktor zu sein.

Wer seine Lieblingssongs rauf und runter hört, ist danach zwar in besserer Stimmung – hat aber vermutlich am Ende des Arbeitstages mehr die Stimmbänder und Tanzbeine beansprucht als dringende To-dos abgearbeitet.

Wähle also am besten Konzentrationsmusik, die keine Emotionen in dir auslöst und dir – so komisch es klingt – völlig egal ist! Spar dir deine Lieblingssongs lieber für die Pause auf, dann kannst du sie gleich doppelt genießen und die positive Energie für den nächsten kreativen Schub nutzen.

Weniger ist mehr: Darum stören Songtexte die Konzentration.

Bei der Wahl deiner Konzentrationsmusik gilt vor allem: Suche dir Musik ohne Lyrics aus! Denn laut einer Studie des Cambridge Sound Managements ist gesprochenes (oder gesungenes) Wort die größte Ablenkung. Gerade wenn sprachliche Merkprozesse eine Rolle spielen, beim Lesen oder Schreiben zum Beispiel, lenkt dich das Gespräch der Kolleginnen und Kollegen am Nebentisch – oder eben das der Mitbewohner/-innen – ab. Genauso ist es auch mit den Lyrics unserer neuesten Lieblingssongs.

Probiere dich am besten selber aus und beobachte, mit welchem Soundtrack du gut durch deinen Arbeitstag kommst. Inspiration dafür findest du in unserer Hallo Konzentration-Playlist.

Hier geht es zu unserer Spotify-Playlist „Hallo Konzentration!“ für maximale Konzentration bei der Arbeit.

„Intro“ – The XX

Passend zum Namen macht dieses gute Stück der Londoner Indie-Pop-Rock Band „The XX“ den Anfang. Was man bei der Musikrichtung der Band erstmal nicht erwartet, ist bei diesem Song Programm, nämlich: entspannter und unaufgeregter Elektro.

„Karneval der Tiere: Der Schwan“ von Camille Saint-Saëns

Wie bereits angedeutet, dominieren vor allem Stücke der klassischen Musik die Konzentrations-Playlisten. Deshalb hier ein Stück für alle Einsteiger/-innen in diese Musikrichtung: Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ ist ein eingängiger Klassiker und dem einen oder der anderen vielleicht durch das begleitende Hörspiel bekannt. Die Vertonung des Schwans zeigen die beste Seite des Tieres: Schönheit und entspannte Anmut.

„ A Peaceful Mind” von Joseph Caleb

Bei diesem Song von Joseph Caleb schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: beruhigende Klaviermusik meets sanftes Regengeplätscher. Perfekt für entspanntes Arbeiten. Doch Achtung: Dieser Song ist nicht umsonst auch auf Meditations- und Einschlaf-Playlists zu finden.

„Aaron“ von Paul Kalkbrenner

Wer nach dem Ausflug in diese meditativen Sphären wieder mehr Beat braucht, ist bei dem Erfolgs-Musikproduzenten Paul Kalkbrenner an der richtigen Adresse. Hits wie „Aaron“, aber auch „Train“ oder „Azure“, kommen ganz ohne Gesang aus und treiben dich bei einfacheren Fleiß-Aufgaben an.

„Calmly“ von Dye O

Die perfekte Konzentrationsmusik! Dieses gute Stück haben wir gefunden unter der Kategorie „Soft House Chill“. Super geeignet, um die Konzentration im Homeoffice wieder hochzufahren.

„Eine kleine Nachtmusik, Romanze: Andante“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Egal, ob widerlegt oder nicht: Wenn wir schon vom „Mozart-Effekt“ sprechen, dann darf dieses Allround-Genie in unserer Playlist nicht fehlen. Der erste Satz des Stücks „Eine kleine Nachtmusik“ dürfte euch so bekannt sein, dass ein Ohrwurm nicht zu vermeiden wäre. Deshalb haben wir für diese Playlist den zweiten, ruhigeren Satz gewählt.

„Vivaldi Variation” von Florian Christl

Die Adaption des Werks Antonio Vivaldis für das Klavier – arrangiert und gespielt von dem Pianisten und Komponisten Florian Christl – trägt dich lockerflockig durch den Büroalltag. Auch empfehlenswert von Christl sind die Klavierstücke „Fly“ und „Frühlingserwachen“.

„Blue Beach Bar Café” von Togo Bao

Nach dem Klassik-Block folgt wieder etwas Elektronisches: Bei diesem Song fühlt man sich an Sommer und Sonne erinnert. Ähnlich wie bei „Calmly“ von Dye O wirst du akustisch vom Homeoffice ganz automatisch an den Strand geführt – auch nicht schlecht, oder?

„In a Sentimental Mood” von John Coltrane & Duke Ellington

Sanfter Jazz ist wunderbar als Hintergrundmusik geeignet und kann dabei so viel mehr als nur Fahrstuhlmusik. „In a Sentimental Mood“, gespielt von den Jazz-Legenden John Coltrane und Duke Ellington, lenkt dich unaufdringlich von allen anderen Hintergrundgeräuschen ab.

„Let it Be“ von Tyler & Mark

Die beiden Gitarristen Tyler und Mark haben mit ihren Instrumental-Covers von beliebten Popsongs großen Erfolg. Wer zwischendurch eingängige und bekannte Melodien braucht, ohne die ablenkenden Lyrics, entdeckt bei den beiden bestimmt einen passenden Song. Unsere Favoriten: „Let it be“, „Wind of Change“ und „The Sound of Silence“.

Folge unserer „Hallo Konzentration“-Playlist auf Spotify:

Das Titelbild ist von Austin Distel/Unsplash.

Schreibe ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.