Bleiben Sie fit. Nutzen Sie Ihre Pausen zum Jonglieren.

Jonglieren fördert die Konzentration, ist die perfekte Gelegenheit, eine Auszeit vom Job oder vom Lernen zu nehmen und macht vor allem jede Menge Spaß. Wie Sie jonglieren lernen können, erklären wir Ihnen Schritt für Schritt. Schappen Sie sich drei Bälle, klicken Sie das Video an und legen Sie los!

André Köster ist 25 Jahre alt und lebt zur Zeit in Hamburg. Von der Bildkomposition bis zum Schnitt: Als Kameramann sind vor allem seine Multitaskingfähigkeiten gefordert. Um dennoch einen kühlen Kopf zu bewahren, hat er das Jonglieren für sich entdeckt. Wie er dazu gekommen ist, erzählt er uns im Interview.

André, wann und wie hast Du mit dem Jonglieren angefangen?

Ich habe mit 14 oder 15 Jahren angefangen zu jonglieren, gemeinsam mit einem Freund im Stadtpark Bremen. Damals haben wir uns Nüsse zugeworfen und versucht, diese mit dem Mund zu fangen. Dabei war unser Ziel, so zu werfen, dass die Nüsse immer gleichmäßiger beim Anderen ankommen. Ab da habe ich das Jonglieren während der Schulzeit immer wieder geübt und ungefähr eine Woche gebraucht, bis ich es einigermaßen flüssig konnte. Mir hat es damals geholfen, wenn ich mich zwischendurch von den Hausaufgaben distanzieren wollte und etwas Bewegung brauchte.

Lernen Sie Jonglieren in drei Schritten!
Keine Jonglierbälle zur Hand? André Köster greift da auch schon mal zum eigenen Smartphone.

Wie kamst du auf die Idee zu Jonglieren?

Mein damaliger Klavierlehrer hat mir das Jonglieren empfohlen. Er meinte, das Werfen der Bälle könnte helfen, meine Hände besser unabhängig voneinander zu koordinieren. Da habe ich mir gedacht: ‚Was für eine coole Idee! Das kann doch nicht so schwer sein!‘ Und dann habe ich einfach richtig Lust bekommen, das zu können. Nach und nach habe ich gemerkt, wie sich Jonglieren und Klavierspielen gegenseitig bereichern: Nämlich etwas mit den Händen zu machen – ohne darauf achten zu müssen was diese gerade tun – und ohne, dass der Kopf sich sofort einschaltet.

Was bedeutet das Jonglieren für dich?

Das Jonglieren fördert meine Konzentration, ich kann mich dadurch besser fokussieren und bin weniger zerstreut. Durch das kurze Ausbrechen aus der Arbeitsroutine erholt sich mein Geist und das bringt beides – Körper und Geist – ins Gleichgewicht. Danach fühle ich mich frischer und kann besser weiterarbeiten, es hat also schon so eine Art Meditationseffekt.

Hat das Jonglieren positive Auswirkungen auf andere Fähigkeiten?

Ja, kann man so sagen. Bereits als Jugendlicher habe ich durch das Jonglieren gelernt, Geduld zu haben und eine gewisse Willensstärke zu entwickeln. Und dass man, um seine Ziele zu erreichen, einfach dranbleiben muss, auch wenn sich das erstmal hart anfühlt. Genau dieser Prozess lässt sich auf alle anderen Lebensbereiche projizieren. Wenn man damit rechnet auf die Nase zu fliegen, aber gleichzeitig weiß, dass es danach weitergeht und mit jedem Schritt besser wird, verliert man die Angst vorm Scheitern. Auch in Sachen Multitasking kann das Jonglieren hilfreich sein, um in Stresssituationen den Überblick zu bewahren.

In welchen Momenten jonglierst du am liebsten?

Ich jongliere meistens im Büro, wenn ich mal kurz eine Pause oder Ablenkung brauche. Das Jonglieren eignet sich aber auch super, um Wartezeiten zu überbrücken, wenn der Computer zum Beispiel länger braucht, um etwas zu laden oder hochzurechnen. Dann stehe ich kurz auf und jongliere ein bisschen, bis der Rechner fertig ist. Einige Kollegen habe ich auch schon damit angesteckt.

Wie sieht der ideale Ort fürs Jonglieren für dich aus?

Ideal zum Jonglieren ist entweder ein Raum mit hohen Decken, oder im Sommer ein Garten, wo man die Bälle schön hoch werfen kann und es nichts ausmacht, wenn mal einer runterfällt. Hauptsache draußen an der frischen Luft!

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