Inklusion: „Gemeinsam verschieden sein, das ist mir wichtig.“
Angela Weyl (WBS GRUPPE)

Dort, wo viele Menschen zusammenkommen, ob in der Freizeit, in Unternehmen, aber auch in Netzwerken und Vereinen, treffen oft auch viele Unterschiede aufeinander: Altersgruppen, Herkunftsländer, Glaubensrichtungen, Überzeugungen, Fähigkeiten oder auch Einschränkungen. Menschen sind vielfältig, äußerlich wie innerlich, und das ist auch gut so, denn von dieser Verschiedenheit lebt eine Gesellschaft, entwickelt sie sich weiter. Daher ist es wichtig, alle Menschen in ihrer Verschiedenheit, nicht nur mitzudenken, sondern von Beginn an in Gestaltungsprozesse mit einzubeziehen. Um diese Kreativität zu beleben, folgt die WBS GRUPPE ihrem Unternehmenssinn: „Das Potenzial in jedem Menschen sehen und vertrauensvoll zusammen wachsen. Wir geben Kraft zur Entfaltung und Erneuerung.” Selbstverständlich spielen deshalb auch Themen wie Diversität oder Inklusion eine wichtige Rolle: „Inklusion bedeutet für uns im Unternehmen, aber auch für mich persönlich, jederzeit respektvoll und frei von Vorurteilen aufeinander zu- und miteinander umzugehen“, sagt auch Joachim Giese, Vorstand der WBS GRUPPE.

Im Online-Call trafen wir Angela Weyl, 56, die Inklusionsbeauftragte des Bildungsunternehmens. Gutgelaunt und quirlig gab sie uns Auskunft über Ihre Rolle im Unternehmen und darüber, was ihr persönlich wichtig ist.


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Angela, wie bist du zur WBS GRUPPE gekommen?

Auf Grund der Schließung meines damaligen Arbeitgebers bin ich arbeitssuchend geworden. Ich war auf der Suche nach qualifiziertem Unterricht mit anerkannten Zertifikaten. Ich verglich also verschiedene Bildungsträger, bei denen ich trotz meines Handicaps an den Kursen teilnehmen konnte. Das Erstgespräch bei WBS war respektvoll auf gleicher Augenhöhe und ich wurde als Mensch wahrgenommen. Es war herzlich und ich fühlte mich gleich wohl. Alles wurde geregelt, das Equipment wurde geliefert, der Ansprechpartner war jederzeit erreichbar.

Warum hast du dich bei WBS beworben?

Ich absolvierte drei aufeinander aufbauende Weiterbildungen von zu Hause aus und da war es um mich geschehen: Ich wollte unbedingt ein Teil dieser Arbeitswelt werden. Und dann bewarb ich mich einfach und bekam die Chance, mein Können in dieser Firma zu beweisen.

Und wie bist du Inklusionsbeauftragte geworden? Welche Themen treiben dich hier an?

Das Thema Inklusion lässt mich seit meiner Beeinträchtigung nicht mehr los. Denn ich kenne beide Seiten und weiß genau, was vorher und nachher bedeutet. Und wie es sich anfühlt, wenn man mit Vorurteilen konfrontiert wird. Dabei ist so Vieles möglich, auch als Mensch mit Beeinträchtigung kann man zum Beispiel eine Weiterbildung absolvieren und einen erfüllenden Job finden.

Was verstehst du persönlich unter Inklusion?

Inklusion bedeutet für mich Normalität. Daher setze ich mich dafür ein, dass jeder Mensch als vollkommen normal empfunden wird, egal ob er eine Beeinträchtigung hat oder nicht. Gemeinsam verschieden sein, das ist mir wichtig.

Angela Weyl kennt beide Seiten ganz genau.

Hand aufs Herz: Wie steht es denn aus deiner Sicht um die Inklusion in der WBS GRUPPE?

Erstmal sehr gut, denn hier wird man in erster Linie als Mensch gesehen, nicht als behinderte Person. Wer Hilfe benötigt, bekommt sie. Ich sage immer: Helfen, wo Hilfe nötig ist, mehr nicht. Positiv ist auch, dass die WBS mir die Möglichkeit bietet, mich als Person weiterzuentwickeln. Sie fordert mich, aber sie fördert mich auch, ganz individuell, so wie jede andere Kollegin, jeden anderen Kollegen. Herzlichkeit und Arbeiten auf Augenhöhe, über alle Ebenen hinweg, das zeichnet diesen Bildungsträger aus. Trotzdem ist aber auch bei uns noch nicht alles perfekt. Luft nach oben gibt es immer. Die „blinden Flecken“, die können und werden wir aber im Unternehmen noch angehen, alle gemeinsam.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ganz allgemein wünsche ich mir, dass wir gesellschaftlich wieder mehr vom Ich wegkommen und wieder zurück zum Wir. Dass es den Menschen wieder mehr um das Gemeinsame und Verbindende geht, anstatt um das Trennende und den eigenen Vorteil. Und dass die Gesellschaft die eigene Vielfalt und Unterschiedlichkeit genießt und als bereichernd und vollkommen normal empfindet.

Dem können wir uns nur anschließen! Und was wünschst du dir von der WBS GRUPPE?

Für das Unternehmen wünsche ich mir, dass der eingeschlagene Weg, Inklusion zu leben, beibehalten wird und dass diese Bemühungen auch im Bereich der Weiterbildungen und Umschulungen weiterhin mit allen gemeinsam umgesetzt werden.

Hast du noch einen heißen Tipp für Menschen mit Beeinträchtigung, die sich bei der WBS bewerben möchten?

Ganz wichtig: Versteckt euch nicht, zeigt euch! Ihr seid normal anders und anders ist normal. Die Menschen in der WBS GRUPPE reduzieren euch nicht auf die Beeinträchtigung, also solltet ihr das auch nicht tun. Sie unterstützen euch in allen Bereichen, wo es nötig und möglich ist.

Danke, liebe Angela, für das Interview und viele schöne und erfolgreiche Jahre noch bei der WBS!


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Titelbild von Greg Rosenke/Unsplash, weitere Fotos: privat

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