Homeoffice einrichten: 11 Tipps für das Arbeiten von zu Hause

Mehr Flexibilität, keine Anfahrtswege und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben: Es gibt viele Gründe, die für das Arbeiten im Homeoffice sprechen. Wenn du beruflich von zu Hause arbeitest oder zur Zeit eine Weiterbildung von zu Hause absolvierst, ist es wichtig, dass du dir ein Homeoffice einrichtest und einen Bereich schaffst, in dem du sowohl bequem, als auch konzentriert arbeiten kannst. Ein clever eingerichteter Arbeitsplatz erleichtert es dir, daheim mental in den Büromodus zu wechseln. Umgekehrt gelingt es so auch einfacher, nach Feierabend wieder in deiner Freizeit anzukommen und nicht gedanklich noch bei der letzten E-Mail festzuhängen.

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1. Homeoffice einrichten: einen Raum zum Arbeiten schaffen

Wenn du dein Homeoffice einrichtest, ist das A und O zunächst einmal das Schaffen eines festen Arbeitsplatzes. Ideal ist es natürlich, wenn du über ein Arbeitszimmer verfügst, das du nach deinen Bedürfnissen einrichten kannst. Aber auch ohne ein eigenes Büro kannst du durch geschicktes Einrichten einen abgetrennten Bereich schaffen und so für die richtige Büroatmosphäre sorgen. Raumtrenner, beispielsweise in Form von Bücherregalen, Pflanzen oder auch einfach einer anderen Wandfarbe, sorgen für die optische Trennung von Arbeitsbereich und restlichem Wohnraum, ohne dass dabei die Gemütlichkeit verloren geht.

2. Für ausreichend Licht sorgen

Ohne Licht keine Erleuchtung. Je mehr Tageslicht du an deinem Arbeitsplatz zu Hause hast, desto besser. Denn Sonnenlicht als Lichtquelle spart nicht nur Stromkosten ein, sondern steigert erwiesenermaßen auch die Produktivität. Unzureichende Beleuchtung kann hingegen Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und depressive Stimmung verursachen. Wenn es im Winter draußen grau und düster ist, schafft eine Tageslichtlampe auf dem Schreibtisch Abhilfe und sorgt für ausreichend Licht.

Ein Schreibtisch unmittelbar vor dem Fenster sorgt für ausreichend Tageslicht. Bild: Norbert Levajsics/Unsplash
Es werde Licht: Ein Schreibtisch direkt vor dem Fenster sorgt für die optimale Nutzung des Tageslichts. (Foto von Norbert Levajsics auf Unsplash)

3. Ablenkungen vermeiden

Die Verlockung ist groß, neben der Arbeit einmal schnell die Lieblingsserie einzuschalten oder ein Nickerchen auf der Couch einzulegen, wenn das Mittagstief sich meldet. Damit du gar nicht erst in Versuchung gerätst, solltest du die Ablenkungen in deiner unmittelbaren Reichweite so gering wie möglich halten. Es hilft bereits, Fernbedienung, Handy, Tablet oder das Buch, das du am Vorabend verschlungen hast, außerhalb deiner Reichweite aufzubewahren. Denn wenn Konzentrationskiller wie Smartphone und Co. nur einen Handgriff weit entfernt sind, greifst du auch schneller zu und bist leichter wieder abgelenkt.

4. Die richtige Kleidung

Es mag verlockend sein, im Homeoffice den ganzen Tag im Schlabberlook zu verbringen oder den Pyjama erst gar nicht auszuziehen. Ratsam ist es dennoch nicht. Denn deine Kleidung wirkt sich unbewusst auf deine Gemütshaltung aus – und der „Gammel-Look“ ist einem produktiven Mindset nicht unbedingt zuträglich. Natürlich brauchst du nicht im Business-Kostüm bzw. im Anzug am heimischen Schreibtisch zu sitzen. Entscheide dich am besten für bequeme Kleidung, die du auch im Büro tragen würdest – dann stellen auch spontane Videoanrufe des Vorgesetzten, der Kollegen oder eines Kunden keinen Schreckmoment mehr dar. Bei wichtigen Telefonaten empfiehlt es sich zudem, Schuhe zu tragen. Das verleiht dir buchstäblich mehr Stabilität und ein professionelleres Auftreten.

5. Ein bequemer Bürostuhl

Wenn du regelmäßig oder dauerhaft im Homeoffice arbeitest, ist ein ergonomischer Stuhl unerlässlich. Wer aber schon jetzt voller Grausen an monströse Lederungeheuer denkt, kann wieder aufatmen: Neben den klassischen „Chefsesseln“ findest du online und im Möbelhaus auch stylische und dezente Modelle, die den Rücken schonen, ohne optisch den ganzen Raum zu dominieren. Viele Hersteller bieten mittlerweile auch „Light“-Versionen ihrer Bürostühle an, die weniger an spießige Großraumbüromöbel, als an elegante Designerstücke erinnern.

Ein ergonomischer Bürostuhl ist das A und O, wenn Sie im Home-Office arbeiten.
Ergonomisch oder nicht? Dein Homeoffice Bürostuhl sollte zu deinen Bedürfnissen passen. (Foto von Willian Justen de Vasconcellos auf Unsplash)

6. Deko in Maßen

Es spricht nichts dagegen, deinem Arbeitsplatz eine persönliche Note zu verleihen, wenn du dich in deinem Homeoffice einrichtest. Zu viel Deko und Krimskrams im Blickfeld kann jedoch störend wirken und konzentriertes Arbeiten erschweren. Wenn du vor lauter Durcheinander also kaum mehr deinen Bildschirm erkennen kannst, solltest du, getreu dem Motto „Weniger ist mehr“, einmal beherzt ausmisten. Ein Foto deiner Liebsten, ein Bild an der Wand mit einem inspirierenden Zitat, Büromaterialien, die du stets zur Hand haben musst, eine Topfpflanze für den kleinen grünen Akzent – viel mehr sollte sich nicht auf deinem Schreibtisch befinden.

7. Arbeitszeiten festlegen

Die Abgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit kann im Homeoffice schwerer fallen. Der Arbeitsweg ins Büro und nach Hause wird zwar eingespart, damit entfällt aber auch der räumliche Puffer, der dadurch entsteht, dass du buchstäblich Abstand zwischen dir und der Arbeit schaffst. Lege dir sowohl einen festen Zeitpunkt für den Beginn deines Arbeitstages, als auch einen Endpunkt fest, damit du die Arbeitszeit klar für dich definierst. Deine Arbeitszeiten solltest du auch allen anderen Personen mitteilen, die sich mit dir zu Hause aufhalten. Ein „Bitte nicht stören“-Schild an der Tür bzw. gut sichtbar neben deinem Schreibtisch angebracht kann schon einiges bewirken.

8. Für das leibliche Wohl sorgen

Stelle dir bereits vorab einige gesunde Bürosnacks wie beispielsweise Nüsse, Obst oder Gemüse-Sticks bereit, falls du während der Arbeit etwas naschen möchtest. So brauchst du nicht jedes Mal zum Kühlschrank zu tigern, wenn dich der Appetit überkommt. Eine Flasche Wasser sollte immer auf deinem Schreibtisch stehen, damit du nicht vergisst, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken. Versuche zudem, deinen Kaffeekonsum nicht als ständige Gelegenheit zu nutzen, um von deinem Arbeitsplatz aufzustehen. Im Büro würdest du dich ja schließlich auch nicht alle paar Minuten auf den Weg in die Küche machen.

Nüsse und getrocknete Früchte eignen sich gut als Snacks im Home-Office.
Gesunde Snacks wie Nüsse oder Trockenfrüchte sorgen für den Energieschub zwischendurch. (Foto von Roman Rodriguez auf Unsplash)

9. Mittagspausen einhalten

Auch im Homeoffice solltest du dir genug Zeit für die Mittagspause nehmen, um neue Energie für den Nachmittag zu sammeln. Das heißt: Die Arbeit zur Seite legen, den Computer zuklappen und für die Dauer deiner Pause auch wirklich nicht erreichbar sein. Vermeide es, am Arbeitsplatz zu essen und sorge für einen Ortswechsel. Ob das dein Lieblings-Vietnamese um die Ecke, deine Küche oder der Esstisch im Wohnzimmer ist, bleibt dir überlassen. Im Kühlschrank herrscht gähnende Leere und es führt kein Weg am Gang in den Supermarkt vorbei? Dann kaufe nur das ein, was du für deine Mittagspause brauchst und verlege den Großeinkauf auf den Feierabend.

10. Vorbereitungen treffen

Nichts ist frustrierender, als wenn du morgens feststellst, dass du keinen Zugriff auf deine E-Mails bekommst, dein Headset im Büro vergessen hast oder dich nicht in die Programme einloggen kannst, die du zum Arbeiten benötigst. Ehe du nun in mühevoller Kleinstarbeit versuchst, die fehlenden Zugangsdaten von deinen Kolleginnen und Kollegen zusammen zu klauben und den Vormittag damit verbringst, deine Passwörter zurückzusetzen, solltest du dich besser vorab vergewissern, dass du mit allem ausgestattet bist, was du für die Arbeit im Homeoffice brauchst.

Ordnung auf dem Schreibtisch hilft Ihnen, im Home-Office den Durchblick zu bewahren.
Alles dabei? Sorge dafür, dass du alles parat hast, was du zum Arbeiten im Homeoffice benötigst. (Foto von rawpixel auf Unsplash)

11. Der Einsamkeit vorbeugen

Wer ständig nur virtuell mit Kollegen, Kunden oder Geschäftspartnern kommuniziert, kann leicht den Anschluss verlieren und sich im Homeoffice ganz schön einsam vorkommen. Der nette Büroplausch vor der Kaffeemaschine entfällt und mal eben die Kollegin fragen: „Wo finde ich gleich nochmal die neue Präsentationsvorlage?“ geht auch nicht so einfach, wenn sie nicht direkt neben einem sitzt. Videotelefonate ersetzen zwar nicht den persönlichen Austausch miteinander, sind aber eine gute Ergänzung zum Kontakt via E-Mail oder Chatprogramm.

Das Artikelbild ist von Arnel Hasanovic

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Ein Kommentar

  1. Kann ich so nur bekräftigen. Ich habe es zunächst unterschätzt als ich mein Fernstudium der Wirtschaftspsychologie aufgenommen habe. Das hätte beinahe zu fatalen Folgen für mich geführt. Letztlich habe ich noch die Kurve bekommen, kann aber jeden nur warnen es zu unterschätzen. Gerade durch die sozialen Medien kann man sich sehr schnell ablenken lassen

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