Corona: 10 Tipps gegen Langeweile zu Hause.

Ein paar Wochen ist es nun her, dass in Deutschland flächendeckende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnet wurden. Viele Arbeitgeber/-innen schickten ihre Angestellten nach Hause – teils, um von dort im Homeoffice zu arbeiten, teils weil sie freigestellt wurden.

Klar ist: Wir sitzen alle im selben Boot – und können ein paar gute Tipps gegen Langeweile zu Hause gebrauchen! Die häuslichen Situationen sind allerdings sehr unterschiedlich. Für manche ist die Arbeit im Homeoffice Gewohnheit, für andere Neuland. Einige müssen nun zusätzlich noch ihre Kinder betreuen, die nicht in Kitas und Schulen gehen dürfen, auch nicht auf Spielplätze oder zu den Großeltern. Wiederum andere haben unerwartet Freizeit in Kurzarbeit ohne weitere Verpflichtungen.

In welcher häuslichen Situation du dich auch gerade befindest, wir wünschen dir viel Mut, Kraft und Geduld für diese besondere Zeit und haben hier einige Tipps gegen Langeweile zusammengetragen, wie du die Zeit in den eigenen vier Wänden möglichst sinnvoll nutzen kannst. Wenn du noch neu im Homeoffice sein solltest, findest du hier einige Anregungen für das Arbeiten von zu Hause.

Los geht’s also mit 10 Tipps gegen Langeweile zu Hause!

01. Tipps gegen Langeweile: Pflege deine Kontakte.

Für mehrere Wochen bewegen wir uns nicht mehr in gewohntem Maß unter Leuten: Social Distancing ist das Gebot der Stunde. Halte daher Kontakt per E-Mail, Videochat, Sprachnachricht oder Telefon und vergiss auch die Verwandtschaft nicht. So fühlen sich alle weniger allein. Vielleicht bietet sich jetzt die Gelegenheit zu ausgiebigen Gesprächen mit Freundinnen und Freunden, bei denen man sich schon längst wieder mal melden wollte – und zwar nicht nebenher beim Autofahren oder schnell zwischendurch während des Einkaufs im Supermarkt, sondern ganz in Ruhe, gemütlich auf dem Sofa. Auch private E-Mails lassen sich nun ausgiebig beantworten. Oder – ganz verrückte Idee: schreibe doch mal wieder einen Brief! Der Gang zum Postkasten ist zudem ein willkommener Anlass, vor die Tür zu gehen. Briefmarken kannst du bei der Post online bestellen oder direkt selbst ausdrucken.

02. Bilde dich von zu Hause weiter.

Der ultimative Tipp gegen Langeweile? Lernen! Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, für eine Weiterbildung oder andere zusätzliche Qualifikationen. Das alles funktioniert ganz prima vom heimischen Schreibtisch aus und ist dank virtueller Lernformate auch trotz der Corona-Krise möglich. Vielleicht wäre eine weitere Fremdsprache nützlich, oder du möchtest vorhandene Englisch-Kenntnisse aufpolieren? Deine Kompetenz in Sachen MS Office verbessern? Informiere dich über deine Möglichkeiten, für Arbeitssuchende wird vieles zu 100% finanziell gefördert. Niemand weiß, wie lange der Corona-Shutdown noch anhält und welche Veränderungen sich im Anschluss daran womöglich ergeben. Fülle die Zeit sinnvoll und mache dich stark für deinen Job in der Zeit danach.

03. Mach’ dich nicht verrückt.

Steigende Infektionszahlen, Ausgangsbeschränkungen, Lohneinbußen – und niemand weiß, wie lange das alles noch andauert. Die aktuelle Situation macht vielen Angst und schlägt aufs Gemüt. Versuche, Ruhe zu bewahren. Verhalte dich vernünftig und sorge verantwortungsbewusst für dich selbst und deine Lieben – mehr kannst du im Moment nicht tun. Alle fünf Minuten auf den Newsticker zu schauen, verstärkt nur die Nervosität und ändert nichts an der Lage. Vielleicht hilft ein bisschen Wellness zu Hause, um Ruhe zu finden. Ein angenehmer Raumduft, Kerzen, ein heißes Bad, ruhige Musik – so gestaltest du dir daheim deine eigene Oase und kannst die Welt da draußen für ein paar Stunden vergessen.

Ein angenehmer Raumduft, Kerzen, ein heißes Bad, ruhige Musik – so gestaltest du dir zuhause deine eigene Oase und kannst die Welt da draußen für ein paar Stunden vergessen.
Ein heißes Bad, ein leckerer Tee, entspannende Musik – schon mit einfachen Mitteln lassen sich Stress und Hektik ein wenig herunterregulieren. (Foto: Maddi Bazzocco/Unsplash)

04. Pfeif’ drauf.

Vielleicht gehörst du zur großen Gruppe der Yoga-Fans, die ihr Yogastudio bereits schmerzlich vermissen. Eine Yoga-Session hilft dir bestimmt auch zu Hause bei der Entspannung – und ist gut gegen Langeweile! Auch für Yoga-Neulinge sind Atemübungen geeignet und können beruhigend wirken. Anleitungsvideos findest du jede Menge auf YouTube. Diejenigen, die es nicht ganz so ruhig mögen, können singen, einfach frei heraus. Dabei ist es unerheblich, ob du gut darin bist oder nicht – schließlich bewirbst du dich nicht beim Supertalent. Singen beruhigt erwiesenermaßen den Herzschlag, kräftigt die Lunge, stärkt das Immunsystem und steigert die Selbstheilungskräfte. Ganz abgesehen davon macht es sehr viel Spaß – und gemeinsam sogar noch mehr. Wie wäre es also mit einer Karaoke-Verabredung per Skype? Nehmt dabei Rücksicht auf die Nachbarn – oder ladet sie zum kontaktlosen Mitmachen ein.

05. Lies ein Buch, schau’ eine Doku.

Macht auch nicht dümmer: lesen. Bestimmt türmen sich irgendwo bei dir in einer Ecke ein paar Schmöker, die du längst in Angriff genommen haben wolltest. Na also! Oder wolltest du dich schon immer mal mit Meilensteinen der Weltliteratur beschäftigen, die aber leider nicht bei dir im Regal stehen? Eine gute Gelegenheit, den Buchhandel in der Nachbarschaft zu unterstützen – viele kleine Läden bieten Online- oder Telefon-Bestellungen mit kontaktloser Zustellung zu dir nach Hause an. Das gilt natürlich ebenfalls für Hörbücher.
Auch die Stadtbibliotheken reagieren auf die Situation; viele schalten ihre Medien-Archive zur kostenlosen Nutzung für die nächsten Wochen frei. Hier lassen sich interessante Spielfilme abseits des Mainstreams oder informative Dokus entdecken. Das analoge Verreisen ist gerade nicht möglich, aber lerne doch auf diese Weise fremde Länder, Menschen und Tiere kennen.

Ob Bücher, Hörbücher, Spielfilme oder Dokumentationen: Es gibt viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.
Ob Meilenstein der Weltliteratur oder Schwedenkrimi: endlich Zeit zum Lesen! (Foto: Thought Catalog/Unsplash)

06. Koche dir etwas Gutes.

Wir alle verbringen jetzt mehr Zeit zu Hause und bewegen uns weniger. Gleichzeitig besteht die Gefahr, aus Langeweile mehr zu essen. Achte also besonders jetzt auf eine gesunde Ernährung! Das Toilettenpapier mag derzeit knapp sein, alles andere ist in den Supermärkten problemlos erhältlich. Koche dir regelmäßig ein frisches, ausgewogenes Mittag- oder Abendessen, lasse die Snacks zwischendurch weg. Streiche Chips und Schokolade von der Einkaufsliste. Bringe dir stattdessen Obst, Nüsse oder einen leckeren Tee mit. Im Internet findest du Rezepte und Anregungen für jeden Geschmack. Wage ruhig auch einmal ein paar Koch-Experimente! Vielleicht nimmst du diese besondere Zeit auch zum Anlass, Fleisch und Milchprodukte zu reduzieren und verstärkt auf Inhaltsstoffe von Konserven zu achten. Essen hält Leib und Seele zusammen – sei gut zu deinem Körper, gerade jetzt!

Vielleicht nimmst du diese besondere Zeit auch zum Anlass, Fleisch und Milchprodukte zu reduzieren und verstärkt auf Inhaltsstoffe von Konserven zu achten.
Essen hält Leib und Seele zusammen – und eine vernünftige Ernährung stärkt das Immunsystem. (Foto: Alyson McPhee/Unsplash)

07. Bewege dich.

Vom gesunden Essen ist es nicht mehr weit zum Thema Sport. Der Besuch im Fitness-Center entfällt zur Zeit, das Joggen und Spazierengehen ist allerdings weiterhin erlaubt. Auch, wenn du nicht die größte Sportskanone bist: Pass’ auf, dass du nicht auf dem Sofa festwächst! Kürzlich ist ein Mann aus Frankreich die Marathon-Stecke auf seinem Balkon gelaufen – so weit musst du es ja nicht treiben. Eine Runde um den Block sollte allerdings zum täglichen Programm gehören. Wenn du schnellen Schrittes gehst, kann auch das ganz schön schweißtreibend sein! Gymnastik-Übungen lassen sich zu Hause selbst auf kleinem Raum absolvieren, im Internet findest du auch dazu kostenlose Video-Tutorials. Und falls du trotz allem in den nächsten Tagen von A nach B musst: Nimm, wenn möglich, das Fahrrad. In den öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht hohe Ansteckungsgefahr, Radfahren hingegen stärkt die Lunge und das Immunsystem.

08. Nimm die Liste der unerledigten Dinge in Angriff.

Jede/-r von uns hat eine Liste von Dingen im Kopf, die er oder sie eigentlich irgendwann mal erledigen wollte. Worauf wartest du? Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, daran zu arbeiten. Kontoauszüge sortieren, Versicherungen kündigen, endlich auf Öko-Strom wechseln, den Handy-Vertrag optimieren, Daten sichern und den Rechner aufräumen, die Fenster putzen, die Küchenschränke reinigen, den Duschkopf entkalken – wahrscheinlich kannst du dieser Aufzählung noch manches hinzufügen. Also ran an die Buletten, du hast keine Entschuldigung mehr. Anschließend wirst du dich großartig fühlen, versprochen!

09. Miste den Kleiderschrank aus.

Wenn du deine Liste der unerledigten Dinge abgearbeitet hast, kannst du gleich mit dem Kleiderschrank weitermachen. Was passt oder gefällt nicht mehr, was hast du schon ewig nicht mehr getragen? Vielleicht entdeckst du manch vergessenes Schätzchen wieder, das nach einer Wäsche zu neuen Ehren kommt. Knöpfe annähen, aufgegangene Nähte flicken: recyceln und pimpen statt neu kaufen ist angesagt! Sammele gut erhaltene Kleidung, die du nicht länger tragen willst, und spende sie, vielleicht sogar an eine Organisation in deiner Nachbarschaft. Was nicht mehr zu retten ist, landet in der Putzlappen-Kiste.

Vielleicht entdeckst du manch vergessenes Schätzchen wieder, das nach einer Wäsche zu neuen Ehren kommt. Was nicht mehr zu retten ist, landet in der Putzlappen-Kiste.
Wenn draußen Corona-Chaos herrscht, wird drinnen Ordnung geschaffen. (Foto: Sarah Brown/Unsplash)

10. Entdecke die Liebe zu alten Hobbys wieder.

Und zum Schluss noch ein besonderer Tipp für zu Hause: Erinnere dich an deine Kindheit. Hast du früher gern gestrickt? Oder Flugzeugmodelle aus Papier nachgebaut? Gemalt, gezeichnet, Tagebuch geführt? Hauche deinen alten Hobbys wieder neues Leben ein. Irgendwo muss es doch noch sein, das Handarbeitszeug von früher, Papier, Stifte, Schere, Klebstoff. Wetten, schon bald flackert die alte Begeisterung wieder auf und damit auch deine Geschicklichkeit? Basteln und Werkeln sind wunderbare Möglichkeiten, zu entspannen. Falls du gerne schreibst, notiere die wichtigsten Ereignisse des Tages, deine Gefühle und Gedanken dazu. Das wird eine spannende, private Chronik, die im Rückblick sicher noch sehr interessant werden könnte.

Jede/-r ist nun aufgerufen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten – zum eigenen Wohl und dem der anderen. Fokussiere dich nicht auf die Einschränkungen, die die aktuelle Situation mit sich bringt – sieh vor allem die Möglichkeiten, mache das Beste daraus. Positive Begleiterscheinungen, nämlich eine gewisse Entschleunigung, die einkehrende Ruhe, die Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gegenüber Freund/-innen und Nachbar/-innen, sollten wir uns unbedingt bewahren – und mitnehmen in die Zeit nach Corona.

Das Titelbild ist von Samantha Gades/unsplash.

2 Kommentare

  1. City Immobilienmakler

    Lieber Thordis,

    vielen Dank für diese tollen Tipps.

    Besonders gut finde ich die Karaoke Verabredung über Skype, das wird aufjedenfall in meinen stayathome-Plan aufgenommen.

    LG Winni

  2. Thordis Rüggeberg

    Hallo Winni, freut mich, dass dir der Karaoke-Tipp besonders gut gefällt! Viel Spaß dabei.
    Ganz kleine Anmerkung: „Thordis“ ist ein Mädchenname 😉 Liebe Grüße!

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