Ausbildung zum Krankenpflegehelfer: Spende Lebensqualität.

Du möchtest in einem Beruf arbeiten, der in Zukunft immer wichtiger wird? Das Berufsfeld der Gesundheits- und Pflegeassistenz ist ein solcher Bereich. Denn wie der demographische Wandel unserer Gesellschaft zeigt, steigt einerseits die Lebenserwartung der Menschen, während andererseits weniger Kinder zur Welt kommen als früher. Prognosen sagen voraus, dass 2060 jede dritte Person in Deutschland mindestens 65 Jahre alt sein wird. Für den Gesundheits- und Pflegesektor bedeutet das konkret, dass hier zukünftig besonders viele Fachkräfte gebraucht werden. Krankenpflegehelfer übernehmen dabei eine vielseitige Rolle: Sie assistieren Pflegekräften und unterstützen Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen beim Gesundwerden. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer – von den Inhalten, zu den Voraussetzungen bis hin zum Gehalt.

Du bist neugierig geworden, wo du deine Ausbildung zur Pflegeassistenz absolvieren kannst? Private Bildungsträger wie die WBS SCHULEN bieten viele aussichtsreiche Weiterbildungen im Bereich Pflege an, wie z. B. die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Krankenpflegehelfer.

Ausbildung zum Krankenpflegehelfer: persönliche und formale Voraussetzungen.

Dank des Ausbaus des Gesundheits- und Pflegesektors und der Forschung auf diesem Gebiet ist eine ältere Gesellschaft nicht automatisch mit einer instabileren Gesellschaft gleichzusetzen. Ganz im Gegenteil: Da die Lebenserwartung weiterhin steigt, verschieben sich die Altersgrenzen – und 65 könnte bald das neue 75 werden. Um die Lebensqualität von Menschen ganz unabhängig vom Alter zu gewährleisten, kommen z. B. Gesundheits- und Krankenpflegehelfer ins Spiel. Als Krankenpflegehelfer übernimmst du viel Verantwortung für das Wohlergehen deiner Patientinnen und Patienten – sowohl in medizinischer, hygienischer als auch psychologischer Hinsicht. Du unterstützt sie bei Tätigkeiten im Alltag, die sie selbst nicht mehr bewältigen können – vom Aufstehen am Morgen bis zum Waschen am Abend. Wenn du den anspruchsvollen Beruf einer Pflegeassistenz ausüben möchtest, solltest du daher sowohl körperliche Fitness als auch emotionale Stärke mitbringen. Wer also z. B. beim Anblick von Blut weiche Knie bekommt, hat es in diesem Beruf schwer. Neben bestimmten persönlichen Voraussetzungen benötigst du für die ein- bis zweijährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer oder zur Krankenpflegehelferin zudem meist einen Hauptschulabschluss.

Hier nochmal die wichtigsten Voraussetzungen im Überblick:

Persönliche Voraussetzungen:

  1. Du hast ein einfühlsames, freundliches und aufmerksames Naturell.
  2. Du interessierst dich für Biologie und Medizin.
  3. Dich zeichnet eine besondere psychische und körperliche Belastbarkeit aus.
  4. Du möchtest Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen.
  5. Beim Anblick von Blut und Körperausscheidungen bleibst du gelassen.

Formale Voraussetzungen und Fakten:

  1. Du hast einen Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Bildungsabschluss.
  2. Du absolvierst eine Ausbildungszeit von ein bis zwei Jahren.
  3. Schichtarbeit und Wochenendarbeit können Teil deines zukünftigen Berufs sein.
Hilfestellung im Krankenhaus: älterer Mensch mit Gehhilfe.
Kleine Schritte im Alltag können für geschwächte oder körperlich eingeschränkte Menschen zu großen Herausforderungen werden. Als Krankenpflegehelfer/-in hilfst du ihnen, wieder auf die Beine zu kommen. Quelle: Foto von rawpixel / Unsplash.
Versorgung im Krankenhaus: Krankenpflegehelferin bringt das Mittagessen an das Patientenbett.
Während der Praxisphase deiner Krankenpflegehelferausbildung lernst du den gesamten Ablauf einer medizinischen Einrichtung kennen. Dank dir fühlen sich die Patientinnen und Patienten auf der Station ein Stück wie zu Hause. Quelle: Foto von rawpixel / Unsplash.

Inhalte und Einblicke in die Arbeit einer Pflegeassistenz.

Als Krankenpflegeassistenz erwarten dich nicht nur viele verantwortungsvolle Aufgabenbereiche, du kannst auch zwischen mehreren Einsatzorten wählen. Denn je nachdem, wo deine Stärken und dein persönliches Interesse liegen, kannst du sowohl in einem Krankenhaus, einer Arztpraxis als auch in einem Pflege- oder Wohnheim mit älteren, jüngeren oder auch Patienten mit Behinderung zusammenarbeiten. Als Krankenpflegehelfer bist du die rechte Hand der jeweiligen Fachkraft, versorgst aber auf Anweisung deine Patienten auch eigenständig z. B. mit Medikamenten, misst deren Blutdruck und überwachst ihre Temperatur. Auch bei Blutabnahmen assistierst du der Pflegefachkraft oder hilfst deinen Patientinnen und Patienten mit Arm- oder Beinübungen dabei, wieder mobil zu werden. Die Hygiene der Station und der medizinischen Geräte fällt ebenfalls in deinen Aufgabenbereich. Als Krankenpflegeassistenz hast du nicht nur für die Patienten ein offenes Ohr, sondern auch für ihre Angehörigen, die du über den Genesungsfortschritt informierst. Wenn jemand deine Station gesund und zufrieden verlässt, ist das also auch dein Verdienst.

Du möchtest mehr Verantwortung übernehmen? Eine Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert durchschnittlich drei Jahre. Dein Vorteil, wenn du bereits über einen Abschluss als Krankenpflegehelfer verfügst: Du kannst die Ausbildung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger um ein Jahr verkürzen.

Beim Gesundwerden unterstützen: Ein Jugendlicher mit Verband um den Unterarm hält den Daumen nach oben.
Als Pflegeassistenz übernimmst du Verantwortung. Dafür sind dir viele Menschen dankbar – vor allem deine Patientinnen und Patienten. Quelle: Foto von rawpixel / Unsplash.

So läuft die Ausbildung zum Krankenpflegehelfer ab.

Die Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz ist sehr praktisch ausgerichtet – denn in diesem Beruf kommt es auf viel Übung und eine gewisse Routine im Umgang mit hilfebedürftigen Menschen an. Genau auf diesen Alltag wirst du in den zwei Jahren deiner Ausbildungszeit vorbereitet: Du lernst relevante Pflegekonzepte kennen, übst situationsgerechte Kommunikation und erfährst viel über verschiedene Therapiemöglichkeiten. Ausgebildet wirst du an einer Berufsfachschule, wo du Gelerntes direkt anhand konkreter Beispiele anwendest. Während des in die Ausbildung integrierten Praktikums bist du mittendrin im Berufsalltag eines Krankenpflegehelfers und assistierst bereits bei Pflegeprozessen – teilweise auch in Nachtschichten. Innerhalb dieser praktischen Ausbildungszeit begleitet dich eine Lehrkraft deiner Berufsfachschule, mit der du jederzeit Rücksprache halten kannst. Nachdem du sowohl das theoretische als auch praxisbezogene Modul erfolgreich durchlaufen hast, legst du die staatliche Prüfung ab, die aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil besteht. Auf jeden dieser Abschnitte wirst du im Vorfeld intensiv vorbereitet und von deinen Lehrkräften geprüft. Sobald du den Abschluss in den Händen hältst, kannst du dich als ausgebildeter Krankenpflegehelfer bzw. als ausgebildete Krankenpflegehelferin in vielen Gesundheitsbetrieben und Fachpraxen bewerben. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja bereits eine Übernahme in deinem Ausbildungsbetrieb.

Als Krankenpflegehelfer auf der Babystation: kleine Babyhand wird von einem Erwachsenen gehalten.
Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegehelfers ist komplex und vielseitig und bietet dir viele unterschiedliche Einsatzbereiche – von der Babystation über Pflege- und Altenheime bis hin zu Fachpraxen und Krankenhäusern.

Dein Gehalt während und nach der Krankenpflegehelferausbildung.

Ob du während deiner Ausbildung zum Krankenpflegehelfer bereits eine Vergütung erhältst, hängt einerseits von deiner jeweiligen Berufsfachschule ab und wird zudem je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Zur Orientierung: Sofern dir ein Ausbildungsgehalt gezahlt wird, kannst du mit bis zu 650 Euro monatlich rechnen. Außerdem solltest du bedenken, dass einige Berufsfachschulen eine Ausbildungsgebühr erheben – in diesem Fall kannst du dich bei der jeweiligen Beratungsstelle des Anbieters über Förderungsmöglichkeiten informieren.
Nach der Ausbildung ist dein Gehalt als Krankenpflegehelfer davon abhängig, ob du an einer staatlichen oder einer privaten Einrichtung angestellt bist. Bei Ersterer wirst du nach dem öffentlichen Tarif bezahlt und je nach Berufserfahrung in die Entgeltgruppe vier bis sechs eingestuft. In konkreten Zahlen bedeutet das ein monatliches Einstiegsgehalt von bis zu 2000 Euro brutto. Je länger du bei einem Arbeitgeber bleibst, desto höher kannst du die Entgeltstufen im öffentlichen Dienst nach oben klettern und dementsprechend dein Monatsgehalt auf bis zu 3000 Euro brutto steigern. Bei einer privaten Gesundheitsinstitution musst du dein Gehalt individuell verhandeln. Auch hier dienen dein Abschluss und deine Arbeitserfahrung als Grundlage. Bei der Berechnung deiner Gehaltsvorstellungen solltest du den gesetzlichen Mindestlohn (aktuell 9,19 Euro) als Minimum ansetzen.

Ein Krankenpflegehelfer verbindet das Handgelenk einer Patientin.
Gute Arbeit muss auch entsprechend entlohnt werden – deshalb solltest du dich bei deinen Gehaltsverhandlungen als Krankenpflegehelfer/-in oder Krankenpfleger/-in nicht unter Wert verkaufen und zu deinen Forderungen stehen. Quelle: Foto von rawpixel / Unsplash.

Ausbildung zur Krankenpflegeassistenz ohne Abschluss? Das geht!

Wer keinen Schulabschluss hat und eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer absolvieren möchte, wird es im Vergleich zur Konkurrenz nicht leicht haben. Statistiken zeigen, dass der Anteil von Auszubildenden ohne Abschluss eher gering ausfällt. Das ist dem insgesamt steigenden Bildungsniveau in Deutschland zu verdanken. Insofern macht es in jedem Fall Sinn, deinen Schulabschluss nachzuholen, vor allem, wenn du bereits ein konkretes Berufsziel vor Augen hast. Keinen Abschluss zu haben, bedeutet jedoch nicht, chancenlos auf dem Arbeitsmarkt dazustehen. Denn insbesondere Ausbildungen mit einer Laufzeit von maximal zwei Jahren – wie die Ausbildung zum Krankenpflegehelfer – weisen einen höheren Anteil an Auszubildenden ohne Abschluss auf. Bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ohne Bildungsabschluss kommt es umso mehr auf deine persönliche Motivation und dein Gespür für die eigenen Stärken an.

Mit diesen Tipps gelingt dir die Bewerbung auch ohne Abschluss:

  1. Deine Bewerbung mit Foto, Anschreiben und Lebenslauf ist fehlerfrei und professionell.
  2. Dein Motivationsschreiben ist persönlich und stellt deine Stärken heraus.
  3. Bleib authentisch und überlege, inwiefern deine Fähigkeiten und Kompetenzen mit dem Anforderungsprofil der Ausbildung übereinstimmen. Bringe diese Argumente in deine Bewerbung ein.
  4. Du hast recherchiert, wo aktuell Azubis gesucht werden oder bewirbst dich initiativ bei einer Einrichtung, deren Profil dich überzeugt.
  5. Lass deine Bewerbung von jemandem gegenlesen, der bereits Berufserfahrung gesammelt hat oder am besten sogar selbst im Pflegebereich arbeitet.

Du fühlst dich vom Berufsprofil des Krankenpflegehelfers angesprochen? Mit der richtigen Begleitung kommst du deiner Karriere im sozialen Bereich der Pflege Schritt für Schritt näher. Dann kannst du bald als Krankenpflegeassistenz selbst andere Menschen beim Gesundwerden begleiten und ihnen in hilfebedürftigen Lebenslagen mehr Lebensqualität spenden.

Das Artikelbild ist von Rawpixel/Unsplash.

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