Aufstiegsfortbildung Medienfachwirt (IHK). Mit Motivation ist alles möglich!

Sandra Krüger ist gelernte Webdesignerin und steht kurz vor ihrer IHK-Abschlussprüfung zur Medienfachwirtin an der WBS AKADEMIE. Wir haben sie während der heißen Vorbereitungsphase getroffen und mit ihr über ihre persönlichen Ziele und die Inhalte der Aufstiegsfortbildung gesprochen. Sie ist überzeugt: Mit Motivation ist alles möglich.

Frau Krüger, können Sie uns kurz Ihren beruflichen Werdegang schildern?

Sehr gerne. Ich bin gelernte Webdesignerin und habe bereits in unterschiedlichen Branchen gearbeitet. Meine Schwerpunkte lagen in der Webprogrammierung und im Designen von Webseiten. Ich habe eine Zeit lang in der Onlineredaktion des ZDF gearbeitet. Danach war ich in einem Fotostudio tätig, in dem nur analoge Fotos geschossen wurden. Um den Kundenkreis zu erweitern, habe ich damals die digitale Fotografie eingeführt. Nach meiner Elternzeit habe ich mich viel weitergebildet, um auf einen aktuellen Branchenstand zu kommen – gerade bei Bildbearbeitungs- und Designprogrammen gibt es schnell Neuerungen.

Über die Seminare bin ich vermehrt mit dem Weiterbildungsbereich in Berührung gekommen und habe angefangen selbst zu unterrichten und als Koordinatorin zu arbeiten. Die Themen reichten von Gestaltungssoftware bis hin zu Modedesign. Aktuell bin ich im Beratungsteam eines Weiterbildungsinstituts tätig. Die Betreuung und Beratung von Interessenten macht mir großen Spaß. Schon während früherer Jobs habe ich viel mit Kunden gesprochen und sie beraten. Diese Aufgabe zieht sich wie ein roter Faden durch mein Berufsleben.

Warum haben Sie sich für eine Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt (IHK) entschieden?

Innerhalb der Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt werden übergeordnete Themen wie Führung, Personal, Medienproduktion in ihrer gesamten Breite und in die Tiefe behandelt. Dadurch, dass wir als Medienleute meistens sehr spezialisiert arbeiten – z. B. nur in der Bildbearbeitung oder in der Aktualisierung von Webseiten – war ich hungrig nach Zusatzwissen wie Medienrecht, Projektmanagement oder Marketing. Die Ausbildung zum Medienfachwirt macht einen sozusagen zum Allrounder in der Branche.

Worin sehen Sie die Hauptaufgaben eines Medienfachwirts?

Die Hauptaufgaben eines Medienfachwirts sehe ich darin, im betriebswirtschaftlichen Sinne den Überblick zu behalten und dementsprechend zu agieren. Medienfachwirte gehen mit der Geschäftsführung ins Gespräch: Welche Projekte lohnen sich? Welche eher nicht? Nehmen wir ein Beispiel: Ein Kunde kommt mit einem neuen Auftrag. Der Medienfachwirt nimmt zunächst die Anforderungen des Kunden auf und erstellt anschließend einen Projektplan unter der Berücksichtigung von Ressourcen wie Zeit, Kosten und Personal. Damit macht er dem Kunden ein konkretes Angebot.

Da sind enge Abstimmungen mit der Geschäftsführung notwendig. Außerdem kann ein Medienfachwirt – dadurch, dass er innerhalb der Fortbildung viel über Mitarbeiterführung erfährt – auch Teams anleiten. Das ist sehr hilfreich für größere Medienabteilungen in Unternehmen, die eine Schnittstelle zur Geschäftsleitung brauchen. Genau diese Schnittstelle können Medienfachwirte besetzen.

Welche Kenntnisse sind wichtig, um für die Fortbildung und Prüfungen, gut aufgestellt zu sein?

Angehende Medienfachwirte sollten wirklich Lust auf die Fortbildung im Ganzen haben. Lust darauf, Neues zu lernen und auch darauf, Aufgaben, die ihnen schwerfallen, motiviert anzugehen. Dem einen fallen Inhalte wie Recht oder Betriebswirtschaft nicht leicht – gerade dann ist es wichtig, sich reinzuknien, denn diese Fächer gehören ganz klar zu dem Berufsbild des Medienfachwirts dazu. Umso spannender finde ich persönlich Themen wie Marketing oder Personalmanagement.

Zu erfahren, wie sich das Verhalten einer Führungskraft auswirkt oder wie man Mitarbeitern adäquates Feedback gibt, ist höchst spannend. Zusätzlich sollte man immer sein persönliches Ziel vor Augen haben und sich sagen: „Ich möchte eine Stufe höher kommen. Ich möchte nicht nur in der Produktion und Gestaltung tätig sein, nein, ich möchte mehr Verantwortung, z. B. ein Team leiten oder mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen der Geschäftsleitung haben, die bestimmte Aktionen und Produktionen betreffen.“

Warum lohnt es sich, diese zeitintensive Fortbildung zu machen – neben Beruf und Privatleben?

In der Ausbildung zum Medienfachwirt erfährt man unheimlich viel Wissenswertes rechts und links neben dem Beruf des Mediengestalters. Marketing, Controlling, Planungstechniken sind nicht Teil dieser klassischen Ausbildung, aber enorm wichtig im beruflichen Alltag. Genau diese Lücken schließt die Ausbildung und man gewinnt einen Weitblick in vielen verschiedenen Themen.

Was mir persönlich sehr gut gefällt, ist, dass man von den tollen Fachdozenten erfährt, wie Theorie zur Praxis wird. Die Dozenten erzählen unheimlich viel aus ihrem eigenen Berufsleben und benutzen praktische Beispiele, die sicherlich im eigenen Berufsalltag weiterhelfen werden. Insgesamt kommt sehr viel theoretisches und praktisches Wissen zusammen.

Sie haben sich dafür entschieden, die Aufstiegsfortbildung online zu machen. Wie hat das funktioniert?

Den Wunsch, den Medienfachwirt zu machen, hatte ich schon länger. Der hohe zeitliche und logistische Aufwand hat mich bisher abgeschreckt. Deshalb habe ich die Chance ergriffen und mich für eine Weiterbildung an der WBS AKADEMIE entschieden, die online stattfindet. So kann ich Anfahrtswege, Zeit und Stress sparen, da ich mich bequem von zu Hause oder dem Büro in die Lehrveranstaltungen einloggen kann. Das ist sehr praktikabel, gerade, wenn man die Weiterbildung neben dem Job macht. Das Ganze funktioniert dann so: Zu den Seminarzeiten loggen sich alle Teilnehmer in ein Online-Lernportal ein und treffen dort auf die anderen Kursteilnehmer und die Dozenten.

Der Unterricht wird live übertragen und alle können jederzeit über Mikrofon, Kamera oder Chat miteinander kommunizieren. Das Tolle ist, dass Leute aus den unterschiedlichsten Orten in Deutschland zusammenkommen. Wir tauschen unsere vielfältigen Erfahrungen aus – nicht nur aus den einzelnen Regionen, auch aus den verschiedenen Bereichen der Medienbranche. Jeder bringt unterschiedliche Kenntnisse und Erlebnisse mit, die wir miteinander teilen. Das macht die Ausbildung und das Lernen sehr interessant und lebendig.

Wie bereiten Sie sich auf die Prüfungen vor und was sind Ihre Tipps für diese heiße Phase?

Man kommt nicht drum herum zu lernen, zu lernen und nochmals zu lernen. Wie vorhin schon gesagt, es gibt Themen, die fallen einem leichter und manche fallen einem nicht so leicht. Man muss sich selbst disziplinieren und regelmäßig in den Stoff gucken und Inhalte wiederholen. Ich empfehle jedem, rechtzeitig mit den Prüfungsvorbereitungen anzufangen und spätestens acht Wochen vor der Prüfung Themen zu wiederholen, sich Fragen zu notieren, diese dann zu recherchieren und zu beantworten. So kann sich der Stoff verankern. Ich bearbeite auch IHK-Prüfungsunterlagen und spiele Aufgaben durch. Ansonsten kann ich nur sagen, man muss den Lernstoff angehen. Das nimmt einem niemand ab. Einfach rein und loslegen!

Welche Argumente können Firmen überzeugen, ebenfalls eine Fachwirtausbildung zu finanzieren?

Ich bin unheimlich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, die Fortbildung zu machen und dass mein Arbeitgeber mich dabei unterstützt. Viele Mitarbeiter sind schon recht gut in dem, was sie tun und können ihre Fähigkeiten in einer Aufstiegsfortbildung vertiefen und spezialisieren. Davon profitieren die Arbeitgeber letztendlich enorm. Gleichzeitig können die geschulten Mitarbeiter ihre neue Qualifikation mit einem anerkannten Abschluss belegen. In meinem Fall sogar mit einem offiziellen IHK-Abschluss.

Ich denke, eine solche Erfahrung bindet die Mitarbeiter ans Unternehmen und bringt diesem gleichzeitig neue Impulse ein. Ich persönlich fühle mich sehr wertgeschätzt. Letztendlich spiegelt sich die Investition in die eigenen Mitarbeiter in deren Motivation und Loyalität wider. Da bin ich mir sicher.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei den Abschlussprüfungen!

Schreibe ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.