Erste Schritte für Projektmanagement 4.0

Unser postdigitales Leben ist immer verbunden und in Bewegung – ein Netz, das eine eigene Logik und Herangehensweise erfordert. Täglich sind wir auf der Arbeit und auch in der Freizeit neuen Impulsen und Bedingungen ausgesetzt, die innovative Lösungswege erfordern.

In dieser dynamischen Zeit der Digitalisierung sind die alten Konzepte des Managements, die auf Hierarchie und starrer Planung basieren, nicht mehr effektiv. Der anachronistische Kahn der Bürokratie steuert zielgenau auf den großen Eisberg zu – und garantiert an den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer und Kunden vorbei. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf neue, wendige Lösungsmodelle: Ein Konzept für modernes Projektmanagement ist agiles Arbeiten, das sich aus dem Vorgehensmodell „Scrum“ entwickelt hat.

Neue Struktur für mehr Effektivität

Dieses Modell legt den Schwerpunkt auf Menschen und Interaktionen. Die Umsetzung ist nicht vorhersehbar, daher ist die Anpassung an Veränderungen wichtiger als das Festhalten an einem vorgegeben Plan. Auch die Aufgabenplanung in einem Team organisiert sich jenseits von traditionellen Hierarchien: Eigenverantwortlich nehmen sich die Mitarbeiter ihre Aufgaben, statt sie von oben diktiert zu bekommen. Dadurch erhält das Projekt eine organische Struktur, die sich stets selbst erneuert.

5 Tipps für agiles Arbeiten

Wir haben fünf Tipps und die Vorteile des agilen Arbeitens für Sie zusammengestellt.

    1. Teamarbeit ist alles.

      Im Team lösen sich Probleme leichter, da Sie Wissen, Erfahrung und Verantwortung mit allen anderen teilen. In einer Gruppe verfolgt man ein gemeinsames Ziel. Das Gemeinschaftsgefühl treibt jeden Einzelnen zu Höchstleistungen an. Bei guter Teamarbeit können alle Mitarbeiter über sich hinauswachsen.

    2. Transparenz schafft Klarheit.

      Nicht nur in der Teamarbeit ist eine transparente Kommunikation unerlässlich, auch die Sichtbarkeit der einzelnen Arbeitsschritte hilft beim erfolgreichen Projektmanagement. Dabei sollte das Ziel niemals aus den Augen gelassen werden, um sich nicht in Details zu verlieren.

    3. Kleinere Schritte für mehr Überblick.

      Die Einteilung in kleinere Schritte macht komplexe Probleme zugänglicher. Durch den Überblick und die regelmäßige Überprüfung werden Erfolge schneller sichtbar und Erfahrungen aus vergangenen Entwicklungsschritten können nutzbar gemacht werden. Dadurch steht alles im Prozess der kontinuierlichen Verbesserung.

    4. Autonomie statt Hierarchien.

      Aufgaben werden nicht zugeteilt. In einem Pool aus Information generieren sich Aufgaben, die jeder für sich selbstbestimmt übernimmt. Teamarbeit, die auf Autonomie begründet ist, fördert die eigene Selbstverantwortung und Leistungsfähigkeit. Denn alle haben dasselbe Ziel.

    5. Akzeptieren Sie die eigene Fehlbarkeit.

      Erkennen Sie Ihre Fehler frühzeitig durch kleinere Arbeitschritte, so können diese rechtzeitig im Team behoben werden. Dabei profitieren alle von einem gemeinsamen Erfahrungsschatz. Selbstreflexion ist dafür unerlässlich, da man im ständigen Prozess der Selbstoptimierung steht. Agiles Arbeiten integriert die eigene Unsicherheit und nutzt sie für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts.

Der Weg ist das Ziel

Längst haben auch die großen Konzerne erkannt, dass mehr Flexibilität sowohl für die Kunden, als auch für die Mitarbeiter von Vorteil ist. Auch Sie wenn unterwegs einige Stopps einlegen oder Kreise drehen – die netzwerkorientierte Arbeitsweise auf Augenhöhe dient allen Beteiligten und vor allem der qualitativ hochwertigen Umsetzung des Projekts.

Verlassen Sie also rechtzeitig das sinkende Schiff: Fehler sind erlaubt, neue Begebenheiten stellen kein Hindernis dar und mit dem Ziel vor Augen legen Sie selbst fest, welcher Weg am besten für Sie ist.

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