Geschäftsmodelle vieler Unternehmen unterliegen in unserem digitalen Zeitalter einer immer größeren Dynamik. Entsprechend verändern sich auch die Strukturen einer Organisation. Prozesse, Arbeitsweisen und die Arbeits- und Führungskultur müssen den neuen Anforderungen gerecht werden. Aber wie kann den Neuerungen in der Arbeitswelt effektiv begegnet werden? Das Stichwort lautet: Agilität. Und das könnt ihr nun sogar studieren!


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In dem neuen Masterstudium MBA  Agiles Management der WBS AKADEMIE in Kooperation mit der FH Burgenland wird euch umfangreiches agiles Managementwissen vermittelt und besonders viel Wert auf Praxisnähe gelegt. Was das genau bedeutet? Das verrät uns die Studiengangkoordinatorin Dr. Petra Vogler im Interview. Sie erklärt, was sich hinter dem Begriff „VUKA-Welt“ verbirgt, welche Herausforderungen die neue Arbeitswelt mit sich bringt und wieso ein Studium in diesem Bereich viele Chancen auf dem Karriereweg bietet.

Dr. Petra Vogler, Studienkoordinatorin für das Masterstudium MBA Agiles Management bei WBS AKADEMIE.
Dr. Petra Vogler ist Studienkoordinatorin des Masterstudiums MBA Agiles Management bei der WBS AKADEMIE.

Liebe Petra, das Buzzword „Agilität“ genießt ja heutzutage in allen möglichen Bereichen große Beliebtheit. Was genau können wir uns im Berufskontext darunter vorstellen?

Im Zeitalter der Digitalisierung sehen wir uns mit einer VUKA-Welt konfrontiert. VUKA – das steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz. Die Arbeitswelt wird also immer dynamischer und bringt neben technischen auch internationale und soziale Herausforderungen mit sich. Viele Unternehmen sind einem deutlich erhöhten Innovationsdruck ausgesetzt. Um dem gerecht werden und in dieser dynamischen und komplexen VUKA-Welt effizient arbeiten zu können, sind Agilität, Flexibilität und Schnelligkeit unerlässlich. Agil sein bedeutet nämlich in erster Linie, adaptionsfähig zu sein. Daher bemerken wir auch einen stetig steigenden Bedarf an nachweislich ausgebildeten Fachkräften im Agilen Management.

Was macht das agile Arbeiten denn so populär?

Um in der heutigen Welt erfolgreich zu sein, streben Unternehmen nach steigender Effizienz und Schnelligkeit. Dieses Streben bedingt die Entstehung einer neuen Arbeit und Führungskultur – Stichwort: New Work. Es wird viel auf Selbstorganisation und Eigenverantwortlichkeit gesetzt. Das agile Team hat keine Abhängigkeiten nach außen – manchmal ist ein Ziel vorgegeben, der Weg dorthin kann aber frei gestaltet werden. Dabei bedient man sich einer schrittweise Vorgehensweise in so genannten „Sprints“. Ein Sprint dauert in der Regel zwei Wochen und davon ausgehend werden Aufgaben verteilt und Projekte geplant.

Viele Unternehmen möchten ihre Arbeitsweise „agilisieren“ – also agiler machen. Welche Vorteile versprechen sie sich davon und welchen Herausforderungen lauern hier vielleicht auch?

Das schlagkräftigste Argument für Agilität ist die Aussicht, langfristig wettbewerbsfähig und damit erfolgreich zu bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen aktuelle Organisations- und Personalentwicklungsmodelle agilisiert werden. Alle anderen Unternehmensbereiche wie z. B. Entwicklungen, Marketing, Finanz- und Rechnungswesen müssen ebenfalls an das agile Umfeld angepasst werden. Es gibt Bereiche, die weniger agiler als andere sind. Hier müssen entsprechende Schnittstellen geschaffen werden. Dieser Herausforderung muss mit Veränderungen auf strategischer, personeller, prozessualer und technischer Ebene begegnet werden.

Agile Teams bedienen sich unterschiedlicher Tools, um anpassungsfähig zu bleiben und so die besten Ergebnisse zu erzielen. (Foto von Brooke Cagl/Unsplash)

Ein echter Profi im agilen Arbeiten zu sein, zahlt sich also aus. Genau diese Kenntnisse sind Teil des Masterstudiums MBA Agiles Management bei der WBS AKADEMIE. Du hast das Studium konzipiert und entwickelt. Kannst du uns etwas über die Schwerpunkte erzählen?

In unserem Masterstudium vermitteln wir umfangreiches agiles Managementwissen. Der Fokus liegt dabei besonders auf Anwendung und Praxistauglichkeit der Studieninhalte. Gleichzeitig sind die Inhalte aber auch theoretisch-wissenschaftlich fundiert, um ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis zu schaffen. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Studiums sind Agiles Projektmanagement, Führung und Zusammenarbeit im agilen Kontext, Agile Personal- und Organisationsentwicklung sowie das Themenfeld Prozesse und Arbeitsweisen im agilen Umfeld.

Das klingt nach sehr spannenden Themenbereichen. Kannst du uns vielleicht ein Beispiel dafür geben, was man sich ganz konkret darunter vorstellen kann?

Grundsätzlich behandeln wir sowohl Technik- als auch Zusammenarbeitsthemen. Zum Beispiel lehren wir im Fachmodul „Agiles Projektmanagement (PM)“ agile Methoden, Tools und Techniken des Agilen PM, wie zum Beispiel Design Thinking, Kanban oder Scrum. Hier wird den Studierenden sozusagen das Handwerkszeug mitgegeben. Im Fachmodul „Agile Unternehmenskultur“ setzen wir uns dagegen mit agilen Arbeitsmodellen, agiler Führung und der Gestaltung einer agilen Unternehmenskultur auseinander und beleuchten das Ganze aus kultureller Perspektive. Denn letztlich geht es genau darum: um eine Umstellung der Unternehmenskultur.

Zettelwirtschaft? Von wegen! Auf einem so genannten Kanban-Board lassen sich Prozesse und Fortschritte in der Projektarbeit auf einen Blick abbilden. (Foto von Irfan Simsar/Unsplash)

Wenn man die kulturellen und technischen Aspekte von Agilität verinnerlicht und das Studium erfolgreich abgeschlossen hat – welche Perspektive erwartet die Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt?

Kurz gesagt: die Unternehmen benötigen Mitarbeitende, die sich in dem Themenfeld auskennen und diese im Unternehmen entsprechend strukturiert einbringen. Durch das Studium soll den Absolvierenden ermöglicht werden, Positionen im Agilen Management zu bekleiden oder bereits bestehende Aufgaben effektiver und effizienter durchführen zu können. Absolvent/-innen des Lehrgangs sind, abhängig von deren Vorbildung, in der Lage, Führungspositionen im Bereich des Agilen Managements in Unternehmen oder entsprechende Positionen in Agilen Organisationen bzw. in zu agilisierenden Organisationen einzunehmen.

Wagen wir zum Abschluss noch einen Blick in die Zukunft. Wie siehst du das Potenzial von Agilität in den nächsten Jahren?

Das Thema Agilität beschäftigt die Arbeitswelt schon jetzt stark, Tendenz steigend. Fast alle Bereiche einer Organisation können von einer Agilisierung profitieren. Deshalb sehe ich großes Potenzial für die weitere Ausdehnung von Agilität. Im Zuge dessen steigt auch der Bedarf an qualifizierten und ausgebildeten Fachkräften im Bereich Agilität an. Eine fundierte Ausbildung im Agilen Arbeiten ist also in jedem Fall lohnenswert und verbessert die beruflichen Chancen unserer Absolventinnen und Absolventen nachhaltig.Zuletzt soll auch vermittelt werden, wie agile Teams erfolgreich virtuell und international zusammenarbeiten können – gerade in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Petra!


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Titelbild von You x ventures/Unsplash

Ein Kommentar

  1. acad-profy.com

    Entwicklungen auf dem Markt und innerhalb einer Branche lassen sich nicht immer langfristig abschätzen. Unternehmen müssen langfristig denken und das Risiken minimieren. Agiles Arbeiten und macht Betriebe weniger anfällig für große oder schnelle Veränderungen. Statt an dem Wandel zu scheitern, können agile Unternehmen weiterhin konkurrenzfähig bleiben und sogar profitieren, wenn die Konkurrenz unter den Veränderungen leidet.

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